02:03 05 August 2020
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    Pathologen aus der US-Klinik „LSU Health“ haben herausgefunden, dass das Coronavirus wahrscheinlich nicht die mit Myokarditis verbundene Schädigung des Herzmuskels, wie zuvor angenommen, verursacht, sondern ein einzigartiges Pattern des Zelltodes in einzelnen Teilen des Herzens darstellt. Dies berichtet das Online-Portal EurekAlert.

    Im Rahmen der Untersuchung führten die Pathologen der Klinik Obduktionen von 22 Patienten im Alter von 44 bis 79 Jahren durch, die an Coronavirus gestorben waren. Laut dem Professor Richard Vander Heide hätten die Ärzte dabei sowohl große als auch mikroskopische Veränderungen im Herzen entdeckt, was der Behauptung widerspreche, dass schwere Formen der Coronavirus-Infektion mit einer typischen Myokarditis verbunden seien.

    Er wies auch darauf hin, dass noch nicht bekannt sei, auf welche Weise das Herz bei Covid-19 geschädigt werde, allerdings würden die Ergebnisse der Studie laut Heide dazu beitragen, den Krankheitsverlauf besser zu verstehen und die erforderliche Behandlung rechtzeitig zu bestimmen.

    Zudem fanden die amerikanischen Pathologen heraus, dass SARS-CoV-2 im Gegensatz zu SARS in Zellen nicht vorhanden sei, wobei diffuse Alveolarschäden zusammen mit einem vergrößerten rechten Ventrikel auf eine schwere Belastung des Herzens bei Corona-Infektion hinweisen könnten. Dabei könne laut Heide auch der sogenannte Zytokinsturm eine Rolle spielen - eine übermäßige Entzündungsreaktion des Organismus auf das Eindringen des Virus, die zu einer Schädigung von Geweben und Organen, insbesondere des Lungengewebes, und zu einem schweren Krankheitsverlauf führen könne.

    Die meisten gestorbenen Corona-Patienten, die von den Pathologen im Zuge ihrer Studie untersucht wurden, hatten zu Lebzeiten unter hohem Blutdruck sowie Typ-2-Diabetes und Fettleibigkeit gelitten.

    Corona-Lage weltweit

    Das Virus Sars-CoV-2 wurde erstmals Ende Dezember in China entdeckt und breitete sich innerhalb von wenigen Monaten über den Globus aus. Das Epizentrum der neuartigen Krankheit war die Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei. Am 11. März stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch der Infektion als Pandemie ein

    Nach jüngsten Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind weltweit bereits mehr als 15,2 Millionen Corona-Ansteckungsfälle registriert worden. Dabei sind bisher knapp 625.000 Corona-Patienten gestorben.

    ac/mt

     

     

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    Infektion, Patienten, Sturm, Zytokin, Herz, Veränderungen, Coronavirus, Studie, USA