21:21 19 September 2020
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    Impfstoffe auf der Basis von Stämmen menschlicher Adenoviren haben laut dem Leiter des russischen Direktinvestitionsfonds Kirill Dmitriev im Laufe vieler Jahren zahlreiche Tests durchlaufen. Diese Impfstoffe seien in mehr als 250 klinischen Studien mit entsprechenden Publikationen in renommierten Fachzeitschriften untersucht worden.

    Als Beispiel der aktiven Anwendung von Adenoviren-Impfstoffen verwies Dmitriew auf die US-Armee, wo Rekruten bereits seit mehreren Jahrzehnten Imfpstoffe gegen Adenoviren erhalten würden. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass US-Soldaten mit einem aktivem Adenovirus geimpft werden, während der rusische Impfstoff auf einem deaktivierten Adenovirus basiert. Dem russische Impfstoff liegt das Prinzip des viralen Vektros zugrunde.

    "Die Impfstoffe, die lebende menschliche Adenoviren enthalten, werden zur Impfung von Rekruten der US-Armee verwendet. Seit 1971 haben mehr als zehn Millionen Menschen solche Vakzine erhalten. Die zweite Generation solcher Impfstoffe wurde 2011 von der FDA (Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der USA – Anm. d. Red.) zugelassen, und diese werden immer noch in der amerikanischen Armee eingesetzt ", so Dmitriev.

    Diese Art von Impfstoffen habe also im Laufe von vielen Jahren Tests hinsichtlich ihrer langfristigen Folgen durchlaufen. Insbesondere bei Langzeitbeobachtungen bewerteten Experten die onkogene Wirkung neuer Arzneimittel und deren Auswirkungen auf das Fortpflanzungssystem. Im Rahmen üblicher klinischer Studien können diese Faktoren laut Dmitriev aufgrund der kurzen Beobachtungszeit nicht zuverlässig überprüft werden.

    Dmitriev betonte auch, dass dieser Vorteil bei den rekombinanten Vektorimpfstoffen gegen COVID-19, zur Herstellung von deren Schimpansenadenoviren eingesetzt werden, nicht vorhanden sei, da solche Langzeitbeobachtungen an ihnen weltweit noch nicht durchgeführt worden seien. "Es war eine geniale Entscheidung, bei der Herstellung eines Vektorimpfstoffs menschliche Adenoviren zu verwenden", betonte er.

    ta/gs

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    Tags:
    Forschung, Viren, Impfstoff