09:15 30 September 2020
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    Venezuela hat Russland, China und Kuba seine Beteiligung an der Produktion ihrer Corona-Impfstoffe angeboten und sich außerdem bereit erklärt, an der Testung des russischen Impfstoffes „Sputnik V” mitzuwirken.

    „Wir haben uns schon mit China und Russland in Verbindung gesetzt und uns bereit erklärt, an ihren Forschungen teilzunehmen und ihnen unsere Plattform für die Impfstoffherstellung zur Verfügung zu stellen (…) Derzeit verhandeln wir mit Kuba“, erklärte die Vizepräsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, in einer Sitzung der Präsidialkommission für die Bekämpfung des Coronavirus.

    Venezuelas Gesundheitsminister Carlos Alvarado merkte an, dass unter den Impfstoffen, die sich derzeit in der dritten Entwicklungsphase befinden, die bedeutendsten aus China, den USA, Großbritannien und Russland seien.

    „Wir haben uns mit der Russischen Föderation auf unsere Teilnahme an der dritten Phase dieses Projektes geeinigt. Das heißt, Venezuela wird 500 Probanden für diese wichtige Etappe der Impfstofftestung aussuchen“, versicherte der Minister gegenüber dem staatlichen Fernsehsender Venezuelas.

    Der russische Impfstoff werde aus genetisch modifizierten Adenoviren hergestellt, erklärte Alvarado.

    Der Minister äußerte zudem, dass er Verhandlungen mit dem russischen Gesundheitsministerium über die Bildung einer Allianz führe. Sie solle seinem Land Zugang zu dem Vakzin gewähren, wenn dessen Wirksamkeit definitiv bestätigt worden ist. Die Seiten hätten vereinbart, die Möglichkeit einer gemeinsamen Impfstoffproduktion und die Vermittlung von Technologien zu prüfen, ergänzte er. 

    Das russische Gesundheitsministerium hat als weltweit erstes Land eine Corona-Impfung registriert und „Sputnik V“ genannt. Der Impfstoff wurde vom Gamaleja-Zentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie in Gemeinschaft mit dem Russischen Fonds für Direktinvestitionen entwickelt. Nach Angaben des Leiters des Fonds, Kirill Dmitriev, sind bereits Anträge aus 20 Ländern für den Kauf von insgesamt einer Milliarde Impfdosen gegen das Coronavirus bei der Organisation eingereicht worden. Inzwischen hat man die Herstellung des in Russland entwickelten Corona-Impfstoffes in fünf Ländern vereinbart.

    ls/ae

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