16:16 30 November 2020
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    Europäische Neurophysiologen haben festgestellt, dass Probleme mit dem räumlichen Bewusstsein Hinweise auf eine genetische Veranlagung für die Alzheimer-Krankheit sein können. Die Ergebnisse der Studie sind im Fachmagazin „Science Advances“ veröffentlicht worden.

    Nach den Worten der Forscher sind die Gitterzellen im entorhinalen Kortex für die Raumorientierung verantwortlich. Er sei einer der ersten, der von Alzheimer betroffen wird.

    Genetisches Risiko

    Für ihre Forschung luden die Universitätsfachleute 202 Freiwillige ein, die kein genetisches Risiko für die Krankheit hatten, sowie 65 Personen mit einem erhöhten genetischen Risiko. Dies berichtet die Föderale Nachrichtenagentur. Während des Experiments mussten die Probanden eine computergestützte Navigationsaufgabe lösen, bei der sie sich ohne externe Orientierungspunkte zurechtfinden mussten.

    Infolgedessen wurde festgestellt, dass diejenigen Probanden, die ein genetisches Alzheimer-Risiko hatten, bei ihrer Aufgabe schlechter abschnitten.

    Rolle von entorhinalem Kortex

    Darüber hinaus löste eine andere Gruppe von Freiwilligen eine ähnliche Aufgabe mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie. Dadurch konnten die Wissenschaftler feststellen, welche Prozesse im Gehirn eine Rolle bei der Orientierung spielen.

    Infolgedessen sind die Wissenschaftler davon überzeugt, dass Zellen im entorhinalen Kortex mit der Navigation ohne externe Signale verbunden seien, was erneut die Bedeutung dieses Gehirnbereichs bei der Alzheimer-Krankheit bestätigt hätte.

    Alzheimer-Vorbeugung

    Im Januar gab Rospotrebnadzor (die föderale Aufsichtsbehörde – Anm. d. Red.) Ratschläge zur Vorbeugung der Alzheimer-Krankheit. Vollwertiger Schlaf, Stressbewältigungsfähigkeiten, regelmäßige geistige Aktivität, soziale Aktivität und regelmäßige körperliche Belastungen könnten das Erkrankungsrisiko demnach verringern.

    ek/sb/sna

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    physische Aktivität, Schlaf, Studie, Symptom, Gen, Alzheimerkrankheit, Forscher