14:01 29 September 2020
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    Übergewicht bzw. Fettleibigkeit kann zu Diabetes führen, und Gewichtsabnahme kann die Erkrankung vorbeugen oder sogar besiegen. Zu diesem Schluss sind Forscher an der Universität Cambridge in Großbritannien und der Mailänder Universität in Italien gelangt, wie aus einer Pressemitteilung auf der Webseite EurekAlert hervorgeht.

    Die Forscher haben Daten zu 445.765 Personen im Durchschnittsalter von 57,2 Jahren analysiert, die in der britischen Biobank erfasst sind. Das Entwicklungsrisiko für Diabetes 2 wurde anhand von 6,9 Millionen Genen sowie des Körpermasseindex eingeschätzt. Die Probanden wurden je nach genetischer Veranlagung in fünf Gruppen und je nach dem durch die Körpermasse bedingten Risiko in weitere fünf Gruppen aufgeteilt.

    Die Probanden wurden bis zur Vollendung des Durchschnittsalters von 65,2 Jahren beobachtet. In diesem Zeitraum sind 31.298 Menschen an Diabetes 2 erkrankt. Bei den Teilnehmern mit dem höchsten Körpermasseindex war das Diabetes-Risiko elfmal so hoch wie bei den Probanden mit dem niedrigsten Körpermasseindex. Dieses Datenverhältnis hing nicht von dem genetischen Risiko ab - die Körpermasse erwies sich somit als ein wichtigerer Faktor für die Diabetes-Entwicklung. Den Forschern zufolge kann man Diabetes vermeiden, wenn man den Körpermasseindex unterhalb des Schwellenwertes, der zu erhöhten Blutzuckerwerten führen kann, aufhält.  

    Auch eine Rückentwicklung des Diabetes sei möglich, wenn man in einem Frühstadium abnehme, bevor eine irreversible Störung eingetreten sei, wird betont.

    ls/mt

     

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    Tags:
    EurekAlert, Italien, Großbritannien, University of Cambridge