06:02 21 September 2020
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    Eine Reihe von großen biopharmazeutischen Unternehmen haben sich in einer gemeinsamen Erklärung zur Beachtung hoher wissenschaftlicher und ethischer Standards bei der Entwicklung von Corona-Impfstoffen verpflichtet. Kirill Dmitriev, Leiter des Russischen Fonds für direkte Investitionen (RDIF), begrüßt den Schritt, weist aber auf einige Mängel hin.

    Am Montag machten die Pharma-Riesen AstraZeneca, BioNTech, GlaxoSmithKline, Johnson&Johnson, Merck, Moderna, Novavax, Pfizer und Sanofi ein Versprechen publik, das einen gemeinsamen Willen zur Unterstützung der wissenschaftlichen Integrität zeigen soll.

    Die Vorsitzenden der neuen Unternehmen unterzeichneten die folgende Erklärung:

    „Wir wollen unsere kontinuierliche Verpflichtung bekräftigen, potenzielle Corona-Impfstoffe in Übereinstimmung mit hohen ethischen Standards und zuverlässigen wissenschaftlichen Methoden zu entwickeln und zu testen.”

    RDIF-Chef Kirill Dmitriev sagte dazu:

    „Die Erklärung ist zwar willkommen, wir glauben jedoch, dass dieses Versprechen einiger großer Pharmaunternehmen unzureichend ist, denn es erwähnt nicht den Mangel an Langzeitstudien zu den Folgen für die Fortpflanzungsfähigkeit sowie zu krebserzeugenden Wirkungen neuer Impfstoff-Technologien – wie mRNA-Impfstoffe oder Plattformen, die auf Affen-Adenoviren basieren. Im Gegensatz zu der auf menschlichen adenoviralen Vektoren basierenden Plattform, die im russischen Sputnik V-Impfstoff verwendet wird, wurden Plattformen auf der Basis von Affen-Adenoviren oder mRNA nicht über einen langen Zeitraum untersucht.” 

    „Da einige der Unternehmen, die diese Impfstoffe entwickeln, sich dem 'Versprechen der Sicherheit' verpflichtet haben, möchten wir betonen, dass für die öffentliche Gesundheit und Sicherheit nicht nur kurzfristige Nachweise für das Fehlen schwerer Nebenwirkungen erforderlich sind, sondern auch eine durch Langzeitstudien bewiesene Effizienz und Sicherheit.”

    „Diese Unternehmen unterzeichnen das 'Versprechen der Sicherheit', aber zugleich setzen sie die Länder, die ihre Impfstoffe kaufen, unter Druck, ihnen eine vollständige Entschädigung von Rechtsstreitigkeiten zu gewähren. Wir sind der Ansicht, dass internationale Regulierungsbehörden langfristige Nachweise für das Fehlen schwerwiegender Nebenwirkungen verlangen sollten, wenn sie Kandidaten für die Impfstoff-Registrierung in ihren Ländern in Betracht ziehen. Wir sind auch der Ansicht, dass Pharmaunternehmen bei ihren Versprechen die Verantwortung für mögliche langfristige nachteilige Auswirkungen der von ihnen hergestellten Impfstoffe übernehmen und die Risiken öffentlich bekannt machen sollten, falls bei Menschen nach einer Impfung negative Nebenwirkungen auftreten.“

    msch/mt

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    Tags:
    Impfstoff, Corona-Impfstoff