15:29 19 September 2020
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    Die Eisschmelze in der Antarktis entspricht dem Worst-Case-Szenario des Weltklimarats (IPCC). Zu diesem Ergebnis kommen internationale Forscher auf Grundlage von Satellitendaten, die sie mit Prognosen von Klimamodellen vergleichen.

    Die Eisschmelze der Eisschilde in Grönland und der Antarktis, die sich in jüngster Zeit beschleunigt hat, entspricht laut einer aktuellen Studie dem Worst-Case-Szenario zum Meeresspiegelanstieg des Weltklimarats (IPCC).

    In der Studie werden die Massen der Eisschilde aus Satellitenbeobachtungen mit Prognosen von Klimamodellen verglichen. Die Resultate werden von einem internationalen Wissenschaftlerteam der britischen Universität Leeds und des Dänischen Meteorologischen Instituts vorgestellt, die zur internationalen Wissenschaftlervereinigung IMBIE gehören, die seit 2011 die Entwicklung des Eises in der Antarktis untersucht.

     

    Die drei Entwicklungsszenarien des Weltklimarats vom mildesten Fall (hellblau) bis Worst-Case (lila). Die schwarze Linie entspricht den IMBIE-Untersuchungen und bewegt sich dicht am Worst-Case-Szenario.
    © Foto : IMBIE
    Die drei Entwicklungsszenarien des Weltklimarats vom mildesten Fall (hellblau) bis Worst-Case (lila). Die schwarze Linie entspricht den IMBIE-Untersuchungen und bewegt sich dicht am Worst-Case-Szenario.

    Im Zeitraum 1992 bis 2017 sollen Grönland und die Antarktis zusammen 6,4 Billionen Tonnen Eis verloren haben, was zu einem Anstieg der Weltmeere um 17,8 Millimeter geführt hat. Hält dieser Trend an, so besagen Prognosen, dass der Wasserspiegel bis zum Ende des Jahrhunderts um weitere 17 Zentimeter ansteigen wird.

    Aus Satellitenbeobachtungen lässt sich nicht nur die Geschwindigkeit des Eisrückgangs ableiten, sondern auch die Stellen untersuchen, die besonders stark von der Schmelze betroffen sind. Die Daten stammen aus diversen Satelliten, darunter die ESA-Satelliten ERS-1, ERS-2, Envisat und CryoSat sowie die Sentinel-1-Mission aus dem Copernicus-Programm. Laut dem ESA-Forscher Marcus Engdahl deutet die Entwicklung darauf hin, dass Eisschilde „erstaunlich schnell auf Veränderungern in der Umwelt reagieren“. Künftige potentielle Copernicus-Missionen sollen die Datenlage noch verbessern helfen.

    Mitgründer von IMBIE sind die europäische und US-amerikanische Weltraumagenturen ESA und NASA. Die Vereinigiung wird von ESA-Programm für Erdbeobachtung und der Klimawandel-Initiative der ESA unterstützt.

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    Tags:
    Wissenschaft, Wissenschaftler, Weltmeer, Klima, Satelliten, Antarktis, Klimawandel, Eisschmelze