21:25 30 September 2020
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    Nach Angaben des Direktors der Umweltstiftung WFF in Russland, Dmitri Gorschkow, ist in Russland ab 1970 keine einzige Art der Säugetiere, Fische sowie Reptilien ausgestorben. Dies teilte Gorschkow bei der Präsentation des Berichts „Living Planet 2020“ mit.

    „Wenn wir uns die Geschichte des Aussterbens von Tierarten global anschauen, werden wir feststellen, dass am häufigsten diejenigen Arten ausstarben, deren Lebensräume unbedeutend sind. In Russland haben die meisten Tiere große Lebensräume und seit 1970 ist in Russland keine einzige Art ausgestorben. Der Bestand vieler Tierarten hat sich deutlich verringert, aber vom Aussterben ist keine Rede“, sagte Gorschkow.

    Laut Gorschkow sei in Russland der Saiga-Bestand deutlich gesunken (von 800.000 auf 5.000 Einzeltiere). Zudem sei auch der Bestand von Amur-Tigern sowie Leoparden zurückgegangen. Allerdings läuft Gorschkow zufolge eine erfolgreiche Arbeit zur Erhaltung des Lebensraums von Wildkatzen und zur Wiederherstellung ihrer Population.

    „Eine der katastrophalsten Situationen besteht nun mit dem Sachalin-Stör. Dies ist eine der Arten, die möglicherweise verschwinden kann“, sagte Gorschkow.

    Dem Bericht zufolge ist Russland eines der günstigsten Länder im Hinblick auf den Erhalt der biologischen Vielfalt. Der Living Planet Index - 2020 für das Land beträgt 24 Prozent, das heißt von 1970 bis 2016 sanken die Populationen der beobachteten Tierarten um 24 Prozent. Außerdem gehören etwa 50 Prozent der russischen Gebiete zu unberührten Landschaften.

    ac/mt

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    Tags:
    Bericht, Aussterben, Tierart, Russland, World Wildlife Fund (WWF)