07:07 22 Oktober 2020
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    Die Freiwilligen und Fachleute, die an der Testung des in Russland registrierten Corona-Impfstoffes beteiligt sind, wissen momentan nicht, welchen Testpersonen der Impfstoff und welchen ein Placebo verabreicht wird. Laut dem Direktor des Gamaleja-Instituts, Alexander Ginzburg, wird jeder Testperson dabei ein eigener Code verliehen.

    „Niemand weiß das – außer dem Computer, der alles chiffriert hat. Den Menschen wird ein Code verliehen“, sagte Ginzburg gegenüber Sputnik.

    Er verdeutlichte, dank des persönlichen Codes werde die Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen, dass ein und demselben Probanden einmal das Vakzin und ein anderes Mal ein Placebo oder umgekehrt verabreicht werde.

    Erst nach dem Abschluss der Erprobung werden die Freiwilligen erfahren, welchen Stoff sie bekommen haben.

    Das russische Gesundheitsministerium hatte im August den weltweit ersten Impfstoff zur Vorbeugung der Covid-19-Erkrankung registriert, das vom Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau gemeinsam mit dem Russischen Fonds für Direktinvestitionen entwickelt worden war. Der Impfstoff besteht aus zwei Komponenten, die in dreiwöchigem Abstand angewendet werden.

    Die klinischen Tests des Serums gegen Sars-CoV-2 hatten am 7. September in Moskau begonnen. Zwei Tage danach wurden die ersten Probanden geimpft. Insgesamt 40.000 Freiwillige nehmen an der Erprobung teil. 10.000 von ihnen sollen ein Placebo bekommen.

    ls/sb

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    Tags:
    Russischer Direktinvestitionsfonds (RDIF), Alexander Ginzburg, Gamaleya-Institut, Russland