19:12 27 November 2020
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    Die American Geophysical Union (AGU) lehnt einen Antrag für eine wissenschaftliche Publikation aus Russland zuerst ab, muss sich dann aber entschuldigen. Die sanktionsbedingte Absage sei ein Fehler gewesen, räumt die in Washington sitzende Non-Profit-Organisation ein, die zehntausende Mitglieder weltweit zählt.

    „Nach einer genauen Überprüfung des Prozesses, den das Manuskript durchlaufen hatte, haben wir festgestellt, dass wir mit der Entscheidung, den Artikel aufgrund von Sanktionen abzulehnen, falsch gelegen hatten“, erklärte die AGU auf Sputnik-Nachfrage.

    „Wir entschuldigen uns bei den Autoren.“

    Das Physik-Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften hatte zuvor mitgeteilt, dass die AGU sich geweigert habe, einen Forschungsartikel über einen Zusammenhang zwischen dem Wetterphänomen El Nino und der atmosphärischen Elektrizität im Magazin „Geophysical Research Letters“ zu veröffentlichen. Begründet worden sei die Entscheidung damit, dass Forschungsbeiträge, die vom russischen Bildungsministerium als Teil der russischen Regierung finanziert würden, sanktionsbedingt nicht publiziert werden dürften.

    Nun lädt die American Geophysical Union die Autoren ein, den Publikationsantrag erneut einzureichen, will jedoch keine Garantie dafür übernehmen, dass dem am Ende entsprochen wird. Ein erneuter Antrag würde gleichberechtigt mit anderen Anträgen überprüft, die Entscheidung hänge allein vom wissenschaftlichen Wert des jeweiligen Beitrags ab, hieß es.

    leo/ae

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    Tags:
    Entschuldigung, Sanktionen, Absage, Artikel, Russische Akademie für Wissenschaften, Forscher, Geophysical Research Letters, Russland