13:34 04 Dezember 2020
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    Der Russische Direktinvestitionsfonds (RDIF) hat bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Anträge auf beschleunigte Registrierung und Präqualifizierung des russischen Corona-Impfstoffs „Sputnik V“ gestellt.

    Die UN-Präqualifizierung ist das einzige globale Programm zur Sicherung der Qualität von Arzneimitteln. Sie wird von der Weltgesundheitsorganisation koordiniert. Dabei bewertet die WHO die Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit von Arzneimitteln. Falls das Medikament allen Anforderungen und Standards entspricht, wird es auf eine Liste gesetzt, die von internationalen Beschaffungsorganisationen und Ländern bei der Massenbeschaffung von Medikamenten verwendet wird.

    Angesicht der anhaltenden Corona-Pandemie ermöglicht es die beschleunigte Registrierung, den Impfstoff in kürzerer Zeit als bei einem regulären Verfahren der ganzen Welt zur Verfügung zu stellen.  

    „Sputnik V“

    Anfang August hatte das russische Gesundheitsministerium den weltweit ersten Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus registriert, der den Namen „Sputnik V“ erhielt. Er wurde vom Gamaleya-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie mit Unterstützung des Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) entwickelt. Experten zufolge wiesen alle Freiwilligen bei den klinischen Studien hohe Antikörpertiter auf. Es seien keine schwerwiegenden Komplikationen festgestellt worden, hieß es. Der Impfstoff besteht aus zwei Komponenten, die in dreiwöchigem Abstand verabreicht werden.

    Die Post-Registrierungs-Phase der klinischen Tests des russischen Impfstoffs hatte am 7. September in Moskau begonnen. Am 9. September ließen sich die ersten Teilnehmer impfen. An der klinischen Studie nehmen insgesamt 40.000 Freiwillige teil, wobei 10.000 von ihnen ein Placebo verabreicht werden wird, um die Effizienz des Impfstoffes zu prüfen.

    Zweiter russischer Corona-Impfstoff registriert

    Mitte Oktober hatte Russlands Präsident Wladimir Putin die Registrierung des zweiten russischen Corona-Impfstoffs bekanntgegeben. Er heißt „EpiVacCorona“ und wurde vom staatlichen Forschungszentrum „Vektor“ der Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor entwickelt.

    Am Dienstag gab die Chefin der russischen Behörde für Verbraucherschutz (Rospotrebnadsor), Anna Popowa, den Produktionsstart von „EpiVacCorona“ bekannt.

    ac/mt/sna

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    Tags:
    Registrierung, WHO, Sputnik-V, Russland, Corona-Impfstoff