15:12 28 November 2020
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    Der Impfstoff des deutschen Pharmaunternehmens BioNTech und des US-Pharmariesen Pfizer bietet einen 95-prozentigen Schutz vor dem neuartigen Coronavirus. Dies geht aus der Mitteilung von Pfizer hervor.

    Demnach zeigte die abschließende Analyse die 95-prozentige Wirksamkeit des Präparats, was 5 Prozent mehr als in der vorigen Woche sei.

    Im Moment ist die dritte Phase der klinischen Prüfungen abgeschlossen. Laut Pfizer werde man „in den kommenden Tagen“ die Zulassung des Impfstoffs bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragen.

    „Pfizer und BioNTech haben heute bekanntgegeben, dass der Impfstoff BNT162b2 seit der letzten Leistungsüberprüfung in der Phase 3-Studie alle wichtigen Kriterien der Leistungsforschung erfüllt hat“, heißt es in der Erklärung auf der Webseite von Pfizer.

    Der Erklärung zufolge ist der Impfstoff „zu 95 Prozent gegen Covid-19 28 Tage nach der ersten Injektion wirksam“

    Impfstoff von BioNTech

    Am 9. November hatte das Mainzer Pharmaunternehmen BioNTech mitgeteilt, dass seine Impfung einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 biete. Der Befund basiere auf den Zwischenergebnissen der für eine Zulassung entscheidenden Studienphase.

    Der Impfstoff BNT162b2 war von BioNTech im Projekt „Lighspeed“ (Lichtgeschwindigkeit) seit Mitte Januar entwickelt worden. Die für eine Zulassung entscheidende Phase-3-Studie begann ab Ende Juli in verschiedenen Ländern. Inzwischen haben mehr als 43.500 Menschen mindestens eine der beiden Impfungen bekommen, die im Abstand von drei Wochen verabreicht werden. Ein Impfschutz wird nach Angaben der Hersteller eine Woche nach der zweiten Injektion erreicht.

    Das BioNTech-Präparat ist ein sogenannter RNA-Impfstoff. Es enthält genetische Informationen des Erregers, aus denen der Körper ein Viruseiweiß herstellt – in diesem Fall das Oberflächenprotein, mit dessen Hilfe das Virus in Zellen eindringt. Ziel der Impfung ist es, den Körper zur Bildung von Antikörpern gegen dieses Protein anzuregen, um die Viren abzufangen, bevor sie in die Zellen eindringen und sich vermehren.

    Corona-Impfstoff (Symbolbild)
    © REUTERS / Illustration / Dado Ruvic (SYMBOLFOTO)

    „Sputnik V“

    Der russische Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus, der den Namen „Sputnik V“ erhielt, war der weltweit erste. Er wurde vom Gamaleya-Forschungsinstitut mit Unterstützung des RDIF entwickelt. Experten zufolge wiesen alle Freiwilligen bei den klinischen Studien hohe Antikörpertiter aus. Es seien keine schwerwiegenden Komplikationen festgestellt worden, hieß es.

    Der Impfstoff basiert auf dem Prinzip der viralen Vektoren, welches folgendermaßen funktioniert: Auf einem für Menschen harmlosen deaktivierten Adenovirus wird – ähnlich wie auf einer Trägerrakete – ein Stück Coronavirus angebracht. Nach der Impfung entsteht eine Immunabwehr – sowohl gegen das Adeno- als auch gegen das Coronavirus. "Sputnik V" besteht aus zwei Komponenten, die in zwei Etappen innerhalb von drei Wochen verabreicht werden.

    ac/mt/sna

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    Zulassung, US-Gesundheitsbehörde FDA, Pressemitteilung, wirksam, Pfizer, Biontech, Corona-Impfstoff