Deutsche und russische Nationalflaggen auf dem Balkon eines Wohnhauses in Berlin

Romantisch durch Russland tuckern: Fußballfans reisen im Zug von Spiel zu Spiel

© AFP 2018 / Tobias Schwarz
Nachrichten von der Fußball-WM 2018
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Matthias Witte
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Schon mindestens zwölfmal war Uwe Störzner in Russland. Immer reiste er mit dem Flugzeug an. Zur Weltmeisterschaft sattelt der Fußballfan aus Bitterfeld in Sachsen-Anhalt aber um. Wohl auch der Liebe wegen.

„Einmal so zu reisen, wie viele Russen es machen: Mit dem Zug. Denn Bahnhöfe und Züge waren immer russischer Puls“, schwärmt Uwe Störzner. Eine Art Kindheitstraum geht für den Unternehmer in Erfüllung. „Ich habe das noch nie gemacht. Ich bin sehr gespannt, wie das wird.“

Störzner reist nicht allein: Seine Frau und ein befreundetes Ehepaar fahren auch mit. Die Reiseroute kann sich sehen lassen: Vier WM-Spiele stehen auf dem Programm: Erst geht es nach Moskau. Hier spielt Deutschland am Sonntag gegen Mexiko. Dann runter ans Schwarze Meer nach Sotschi, wo die DFB-Elf auf Schweden trifft. Von dort aus geht es über Wolgograd nach Kasan zum letzten Gruppenspiel gegen Südkorea. Und dann nach Sankt Petersburg.

Das ist die einzige „Unbekannte“ in Störzners Reiseplanung, denn: „In Sankt Petersburg spielt die Nationalelf nur, wenn sie Gruppenerster wird. Wenn sie Zweiter werden, habe ich ein Problem. Denn dann müssten wir nach Samara umbuchen.“ Dort, etwa 1800 Kilometer von St. Petersburg entfernt, würde Deutschland als Gruppenzweiter spielen. Störzner hofft auf eine gute deutsche WM-Form und hält es mit „Kaiser“ Franz Beckenbauer: „Schau´n mer mal.“

„Meine Frau wollte eigentlich nicht mit“

Sputnik möchte wissen, ob die Ehefrau ein genauso großes Fußballherz hat wie ihr Gatte: „Nein, meine Frau wollte eigentlich nicht mit“, gesteht Störzner. Deshalb wurde das Kulturprogramm um die Spiele herum reichlich aufgewertet: „Die Städte, die wir bereisen, die reizen sie schon. Das entschädigt, denke ich mal, genügend. Wenn ich an Kasan oder Sankt Petersburg denke – da macht es einfach Spaß, zu flanieren und in die Geschichte einzutauchen.“ So stehen Museen wie die Eremitage, die Tretjakow-Galerie und das Panorama-Museum genauso auf der Liste wie Besuche von Public-Viewing-Veranstaltungen. „Das wird eine tolle Sache: Russland, wir kommen und wollen genießen!“

Freitagmorgen geht die Reise los. Am Samstag rollen die Störzners in Moskau ein.

Das komplette Interview mit Uwe Störzner finden Sie hier:

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Tags:
Nationalelf, Fußball-WM 2018, FIFA, Deutscher Fußball-Bund (DFB), Franz Beckenbauer, Wolgograd, Mexiko, St. Petersburg, Samara, Sotschi, Kasan, Moskau, Russland
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