23:18 23 Oktober 2018
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    Blick in die russischen Zeitungen

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    Die Hauptthemen der Zeitungen vom Mittwoch sind der Angriff auf das Parlament in Grosny und die Wirtschaftssituation in Russland.

    Die Hauptthemen der Zeitungen vom Mittwoch sind der Angriff auf das Parlament in Grosny und die Wirtschaftssituation in Russland.


    Iswestija (www.izvestia.ru)

    Dreister Terroranschlag in Grosny

    Der in seiner Dreistigkeit einmalige Terrorakt hat sich im Stadtkern von Grosny ereignet. Drei Extremisten drangen ins Gebäude des tschetschenischen Parlaments ein. Bei einem Schusswechsel wurden drei Menschen getötet und 17 weitere verletzt. Das geschah wenige Minuten vor der Eröffnung einer Parlamentssitzung unter dem Vorsitz des tschetschenischen Republikchefs Ramsan Kadyrow und des russischen Innenministers Raschid Nurgalijew. Wahrscheinlich waren die beiden das Hauptziel der Rebellen.
    Die Polizei-Sondereinheit OMON hat die Terroristen liquidiert. Laut anderen Angaben sprengten sich diese selbst in den Tod. Wie dem auch sei: Die Aktion zeugt davon, dass die radikalen Islamisten, die zuletzt in anderen nordkaukasischen Teilrepubliken operiert hatten, nun auch wieder in Tschetschenien aktiver geworden sind.


    Nesawissimaja Gaseta (www.ng.ru)

    Experten: Wirtschaftsprognosen der Regierung realitätsfremd

    Der Preisanstieg in Russland kann 2011 um die Hälfte stärker sein als von der Regierung geplant. Der BIP-Anstieg könnte dagegen nur die Hälfte des geplanten Wertes erreichen. Diese Mahnung äußerten am Dienstag unabhängige Experten, die die offiziellen Haushaltsprognosen für 2011 bis 2013 als übermäßig optimistisch bewerten. Die wichtigsten Wirtschaftsrisiken für Russland bleiben in den nächsten drei Jahren die wachsenden sozialen Verpflichtungen, das Haushaltsdefizit, die Konservierung der wirtschaftlichen Rückständigkeit und die Verschlechterung der demografischen Kennziffern. Die makroökonomischen Prognosen der Regierung erscheinen den Experten zu rosig und realitätsfremd. So sieht die Basisprognose der Regierung für das nächste Jahr ein Wirtschaftswachstum von 4,2 Prozent vor, während der Haushaltsplan 2011 von einer maximalen Inflation in Höhe von 6,5 Prozent ausgeht. Andere Wirtschaftsexperten meinen jedoch, dass das BIP-Wachstum ungefähr beim Null-Punkt liegen wird, während die Jahresinflation auf neun bis elf Prozent steigen kann.


    Kommersant (www.kommersant.ru)

    Kirgistan droht Spaltung

    Die Wahlverlierer bei den Parlamentswahlen in Kirgistan, die vor den Wahlen in der Interimsregierung vertreten waren, weigern sich nun, ihre Niederlage anzuerkennen. In Bischkek und den Vororten organisieren sie Kundgebungen und fordern, die „Pro-Bakijew-Kräfte“ (Kurmanbek Bakijew - der im April gestürzte Präsident Kirgistans. Anm. RIA Novosti) nicht ins Parlament zu lassen. Diese politischen Spiele bringen Kirgistan nicht nur die Gefahr einer neuen Destabilisierung, sondern auch einer Spaltung des Landes in den Norden und den Süden.


    China und Japan machen Annäherungsversuche

    China und Japan haben am Dienstag ihre ersten Verhandlungen seit dem Ausbruch der Krise in ihren Beziehungen abgehalten. Peking ist bemüht, die Spannungen abzubauen und die Beziehungen mit Tokio im Vorfeld des G20-Gipfels  in Seoul zu normalisieren, wo Japan sich den Vorwürfen der USA und der EU gegen die VR China anschließen  könnte. Indes rollte eine Woge von Kundgebungen über China, deren Teilnehmer zu einem Boykott japanischer Waren und zu einem Dialog mit Tokio „von der Position der Stärke aus“ aufrufen.

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