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    Fußballfans und Neonazis * Berlin und Paris bleiben dem Euro treu * Turkmenistan sucht nach neuen Wegen für sein Gas * Wahlen in Transnistrien * Gorbatschow wird 80: Festvorbereitungen in London * Ölpreise vor steilem Anstieg? *


    MOSKAU,  13. Dezember (RIA Novosti). Fußballfans und Neonazis * Berlin und Paris bleiben dem Euro treu * Turkmenistan sucht nach neuen Wegen für sein Gas * Wahlen in Transnistrien * Gorbatschow wird 80: Festvorbereitungen in London * Ölpreise vor steilem Anstieg? *

    Nowyje Iswestija (www.newizv.ru)

    Fußballfans und Neonazis

    Bei Krawallen am Samstag in Moskau wurden rund 40 Menschen verletzt, zehn davon Polizisten. Außerdem wurden am Sonnabend drei Männer aus der Kaukasusregion mit Stichwunden in Moskauer Krankenhäuser eingeliefert. So sieht das Fazit der „Kundgebung gegen ethnische Kriminalität“ aus, die von Fußballfans nach dem Mord am Spartak-Fan Jegor Swiridow organisiert wurde. Beim Korrespondenten der Zeitung vor Ort entstand allerdings der klare Eindruck, dass das Geschehen auf dem Manege-Platz mit dem getöteten jungen Mann und Fußballfans nichts zu tun hatte: Dies war ein klassischer Pogrom, eine Zusammenrottung von Neonazis.

    Berlin und Paris bleiben dem Euro treu

    In einigen Staaten der Euro-Zone, einschließlich Deutschland und Frankreich, werden immer häufiger Zweifel an der Notwendigkeit des Euro geäußert. Angela Merkel und Nicolas Sarkozy, die am vergangenen Wochenende in Freiburg zusammentrafen, gaben allerdings zu verstehen: Solche Diskussionen entbehren jeder Perspektive. Die Kanzlerin und der Präsident bekräftigten erneut ihre Treue zur Einheitswährung.

    Kommersant (www.kommersant.ru)

    Turkmenistan sucht nach neuen Wegen für sein Gas

    Turkmenistan, Afghanistan, Pakistan und Indien haben ein Abkommen über den Bau einer Transafghanischen Gaspipeline (TAPI) unterzeichnet, das von 2015 an 33 Milliarden Kubikmeter turkmenisches Gas an die Märkte Südasiens bringen soll. Russland beteiligt sich nicht an diesem Projekt, profitiert aber von dessen Umsetzung: TAPI kann Turkmenistan davon abbringen, sich an dem von der EU unterstützten Gaspipeline-Projekt Nabucco zu beteiligen, das an Russland vorbei gebaut wird. Allerdings zweifeln die Experten auch an einem Erfolg des TAPI-Projekts: Die Pipeline-Route verläuft über explosive Regionen an der afghanisch-pakistanischen Grenze.

    Wahlen in Transnistrien

    Der Ausgang der Parlamentswahlen in Transnistrien war im Voraus bekannt: Die Macht in der nicht anerkannten Republik, die sich von Moldawien abgespalten hat, hatte dafür gesorgt, dass es dort keine halbwegs ernsthafte Oppositionskraft bleibt. Eine Wiederaufnahme vollwertiger Verhandlungen über die Regelung des Transnistrien-Konflikts hängt jetzt nicht von der Kräftekonstellation in Transnistriens Haupstadt Tiraspol ab, sondern davon, ob in Moldawien eine Regierungskoalition entsteht oder nicht. Der Kreml, der daran interessiert ist, dass das Transnistrien-Problem vor 2012 geregelt wird, wollte Chisinau helfen, eine arbeitsfähige Regierung zu bilden. Vorerst allerdings ohne Erfolg.

    Gorbatschow wird 80: Feier-Vorbereitungen in London

    Die Vorbereitungen auf eine Feier anlässlich des 80. Geburtstags von Michail Gorbatschow laufen in London auf Hochtouren. Königin Elizabeth II., Bill Clinton, Gerhard Schröder, John Major und andere noch aktive und Politiker im Ruhestand sind eingeladen. Zu den 4 000 Gästen und Interpreten gehören Sharon Stone, Bono, Paul McCartney, George Michael, Bryan Ferry, Jose Carreras, Dmitri Chworostowski und Valeri Gergijew. Die Eintrittspreise zur „Gorbachev Gala“ erreichen 100 000 Pfund für eine 12-Zuschauer-Loge. Im Laufe des Abends sollen fünf Millionen Pfund für leukämiekranke Kinder gesammelt werden.

    Nesawissimaja Gaseta (www.ng.ru)

    Ölpreise vor steilem Anstieg?

    Den weltweiten Ölpreisen wird für 2011 ein stabiles Wachstum prognostiziert. Nach Bank-Analysten sprechen nun auch OPEC-Vertreter von einem Barrelpreis in Höhe von 100 US-Dollar als ein in den nächsten Monaten durchaus erreichbares Ziel. Die Regierung Russlands hat ihre Prognosen für die Entwicklung der einheimischen Wirtschaft und die Beseitigung des Haushaltsdefizits vorerst nicht revidiert. Das hindert das Finanzministerium allerdings nicht daran, eine Verstärkung des Nationalen Wohlstandsfonds ab kommendem Frühjahr einzuplanen. In dem Fonds werden alle Öleinnahmen akkumuliert, die über 70 Dollar pro Barrel liegen.

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