02:21 24 September 2018
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    Lawrow schockiert Londoner * Exodus westlicher Banken aus Russland * Twitter und Facebook auf den Straßen von Teheran * Jemen, Saudi-Arabien und der Ölpreis * Domino-Effekt in Nordafrika und Asien * Russlands düstere Wirtschaftsperspektiven *

    Lawrow schockiert Londoner * Exodus westlicher Banken aus Russland * Twitter und Facebook auf den Straßen von Teheran * Jemen, Saudi-Arabien und der Ölpreis * Domino-Effekt in Nordafrika und Asien * Russlands düstere Wirtschaftsperspektiven *

    Wedomosti (www.vedomosti.ru)

    Lawrow schockiert Londoner

    Bei der Eröffnung der Russischen Business-Woche in der Londoner Wirtschaftsschule hat Außenminister Sergej Lawrow den Anwesenden versichert, Russland habe seine Supermacht-Ambitionen abgelegt, den Minderwertigkeitskomplex überwunden und sei bereit, auf der Grundlage der Dominanz des Gesetzes und des gesunden Menschenverstandes nach Lösungen seiner Probleme zu suchen. Während sich die Zuhörer vom Schock erholten, die diese Worte verursacht haben mussten, schlug Lawrow vor, Russlands Modernisierung zu einem gesamteuropäischen Projekt zu machen. Dabei haben Russlands Bürger auf die Supermacht-Idee gar nicht verzichtet: 78 Prozent waren laut einer Umfrage vom Januar der Ansicht, das Land müsse seinen Status eines Großreiches wiederherstellen. Und der von Lawrow hochgeschätzte gesunde Menschenverstand hätte ihm nahe legen sollen, dass jetzt, die falsche Zeit ist, Europa um Geld zu bitten, wo die Wirtschaftssituation in Europa sich so kompliziert gestaltet.

    Kommersant (www.kommersant.ru)

    Exodus westlicher Banken aus Russland

    Der Exodus ausländischer Banken aus Russland dauert an: Nach der belgischen KBC, der spanischen Santander-Bank und der schwedischen Swedbank hat die britische Barclays ihren Ausstieg aus dem Russland-Business verkündet, während die niederländische Rabobank ihre Tochter schlicht und einfach zumacht.

    Twitter und Facebook auf den Straßen von Teheran

    Kaum sind auf den Straßen von Teheran Gefechte zwischen Demonstranten und der Polizei ausgebrochen, bekundet der Westen schon seine Unterstützung für die Gegner des iranischen Regimes. Die USA haben ihre Präsenz im iranischen Segment von Twitter und Facebook radikal verstärkt. Mit Hilfe der sozialen Netzwerke wurden bereits die Präsidenten Ägyptens und Tunesiens erfolgreich gestürzt. Washington will offenbar die Situation ausnutzen und das Regime in Teheran zu Fall bringen. Dies ist wohl der einzig zugängliche Weg für die USA, das iranische Atomprogramm „schmerzlos“ zu stoppen.

    Jemen, Saudi-Arabien und der Ölpreis

    Am Dienstag ist es in der jemenitischen Hauptstadt Sana zu einer Schlägerei zwischen Gegnern und Anhängern von Präsident Ali Abdullah Saleh gekommen. Die letzteren trieben mit Unterstützung der Polizei die Demonstration von Regierungsgegnern auseinander. Der Westen mischt sich vorerst nicht ein. Experten sind indes der Ansicht, dass eine Revolution in Jemen die Situation auf der Arabischen Halbinsel sprengen würde - unter anderem auch in Saudi-Arabien. Das wiederum könnte zu einem unkontrollierbaren Anstieg der Ölpreise führen.

    Nowyje Iswestija (www.newizv.ru)

    Domino-Effekt in Nordafrika und Asien


    Die Befürchtungen, dass die stürmischen Ereignisse in Tunesien einen Domino-Effekt auslösen könnten, werden wahr. In Algerien ist es unruhig, in Ägypten haben die Militärs die Macht übernommen, auch in Jemen, Jordanien und dem Libanon ist die Lage instabil geworden. Nachdem auch im Iran und in Bahrain Tumulte ausbrachen, verflüchtigten sich die letzten Zweifel daran, dass ein Land gegen das „Tunesien-Virus“ immun sein könnte.

    Nesawissimaja Gaseta (www.ng.ru)

    Russlands düstere Wirtschaftsperspektiven

    Um Russlands Wirtschaftsperspektiven könnte es  wesentlich schlimmer bestellt sein, als die Regierung annimmt. Jedenfalls präsentierte der Uralsib-Analyst Chris Weafer am Dienstag auf einer Konferenz ausländischer Investoren eine düstere Zukunftsvision: Ein solides Haushaltsdefizit, hohe Inflation und langsamer werdendes BIP-Wachstum. Russland stehe am Scheideweg zwischen Stagnation und Modernisierung. Dabei werde der Modernisierungsweg von Korruption, einer „demographischen Katastrophe“, Meinungsdifferenzen in der Regierung, dem sinkendem Bildungsstand und unvollkommenen Gesetzen enorm erschwert.

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