07:12 22 Oktober 2018
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    Medwedew eilt angeschlagenem Freund Silvio zur Hilfe * Nach Tunesien und Ägypten ist nun Libyen dran * Putin gibt Wirtschaftsprogramm für nächsten Präsidenten in Auftrag * Preisanstieg bei Lebensmitteln beschleunigt Verarmung * Europaparlament plant Resolution gegen Russlands Beamte * Medwedew bemüht sich um Treffen zwischen Papst und Patriarch *

    Medwedew eilt angeschlagenem Freund Silvio zur Hilfe * Nach Tunesien und Ägypten ist nun Libyen dran * Putin gibt Wirtschaftsprogramm für nächsten Präsidenten in Auftrag * Preisanstieg bei Lebensmitteln beschleunigt Verarmung * Europaparlament plant Resolution gegen Russlands Beamte * Medwedew bemüht sich um Treffen zwischen Papst und Patriarch *

    Wedomosti (www.vedomosti.ru)
    Medwedew eilt angeschlagenem Freund Silvio zu Hilfe
    Der geplante Prozess gegen Silvio Berlusconi lässt Russland kalt, behauptet ein Beamter aus dem russischen Außenministerium: Russland und Italien entwickeln eine langfristige Zusammenarbeit, die nicht von inneren Skandalen abhänge. Der Italien-Besuch des russischen Präsidenten sei im Voraus geplant gewesen, und die jüngsten Ereignisse seien kein Grund gewesen, diesen abzusagen. Auch der offizielle Sprecher des italienischen Außenamtes verweist auf hervorragende Beziehungen in Politik und Wirtschaft. Italien sei eines der wenigen EU-Länder gewesen, die auf eine Kritik an Russland für den Konflikt mit Georgien 2008 verzichtet habe. Dennoch wirke der Rom-Besuch Medwedews wie eine Aktion zur Unterstützung der ins Wanken gekommenen politischen Positionen des langjährigen Freundes und Partners Russlands.

    Nach Tunesien und Ägypten ist nun Libyen dran
    Nach den Straßenprotesten in Tunesien, Ägypten, Algerien, Jemen, Bahrain und Iran ist nun auch Libyen an der Reihe. Rund 2000 libysche Regierungsgegner haben in der Nacht zum Mittwoch in der zweitgrößten libyschen Stadt Benghasi demonstriert. Sie forderten vor allem einen Rücktritt von Premier Baghdadi al-Mahmudi, AFP und BBC behaupten dennoch, dass dabei auch Muammar Ghaddafi zum Rücktritt aufgefordert wurde. Die staatlichen Medien Libyens berichteten nichts über die regierungsfeindlichen Aktionen, informierten dafür über Demonstrationen von Anhängern des Regimes in mehreren Städten.

    Putin gibt Wirtschaftsprogramm für nächsten Präsidenten in Auftrag
    Premier Wladimir Putin hat Experten mit dem Wirtschaftsprogramm für den neuen Präsidenten beauftragt. Putin traf sich mit Leitern von 21 Expertengruppen, die sich mit einer Erneuerung der sozialökonomischen Entwicklungsstrategie des Landes bis 2020 befassen werden. Die Ressourcen des nächsten Staatschefs werden beschränkt sein, er wird die sozialen Ausgaben nicht mehr steigern können. Putin erinnerte daran, dass die Parlamentswahlen in Russland Ende 2011 und die Präsidentenwahlen im Frühjahr nächsten Jahres stattfinden.

    Nowyje Iswestija (www.newizv.ru)
    Preisanstieg bei Lebensmitteln beschleunigt Verarmung
    Die Weltbank teilte am Dienstag ausgehend von Berechnungen, die sie in den Ländern mit niedrigen Bevölkerungseinnahmen angestellt hatte, mit: Der Preisanstieg bei den Lebensmitteln hat in den vergangenen sechs Monaten zusätzlich 44 Millionen Menschen unter die Armutsgrenze gedrängt. Heute leben weltweit 1,2 Milliarden Menschen in akuter Armut. Experten sind zwar nicht geneigt, Russlands Bürger mit den Einwohnern der ärmsten Länder zu vergleichen; das akute Inflationsproblem bei den Lebensmitteln wirkt sich aber auch in Russland ganz wesentlich auf das generelle Wohlstandsniveau aus.

    Kommersant (www.kommersant.ru)
    Europaparlament plant Angriff gegen Russlands Beamte
    Das Europaparlament will eine harte Resolution zur Menschenrechtssituation und zur Einhaltung der Gesetze in Russland annehmen. Die Abgeordneten bewerten die russischen Gerichte als befangen, die Polizei und die Justiz als korrupt und das Land selbst als autoritär. Vorgeschlagen werden Sanktionen gegen die russischen Beamten, die „für Menschenrechtsverletzungen und die Untergrabung der Dominanz des Gesetzes verantwortlich sind“.

    Medwedew bemüht sich um Treffen zwischen Papst und Patriarch

    Die heutige Audienz, die Papst Benedikt XVI. dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew gewährt, kann die erste Begegnung des Papstes mit dem Patriarchen Kyrill von Moskau und ganz Russland, das erste Treffen der höchsten Würdenträger der beiden Kirchen, näher rücken. Jedenfalls wird im Kreml die Ansicht vertreten, dass eine solche Begegnung heute „realistisch wie nie zuvor“ sei. Auch die Russisch-orthodoxe Kirche bestätigt, dass dieses Thema im Gespräch sei.

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