09:47 18 Dezember 2017
SNA Radio
    Zeitungen

    Blick in die russischen Zeitungen

    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Russland verliert Wirtschaftsprojekte in Libyen * Streit im russischen Machtduo zu Libyen nur vorgetäuscht? * Wintershall wird Gazprom-Partner im South-Stream-Projekt * Libyen: Dem Mini-Bündnis droht Isolation *

    Russland verliert Wirtschaftsprojekte in Libyen * Streit im russischen Machtduo zu Libyen nur vorgetäuscht? * Wintershall wird Gazprom-Partner im South-Stream-Projekt * Libyen: Dem Mini-Bündnis droht Isolation *

    RBC Daily (www.rbcdaily.ru)


    Russland verliert Wirtschaftsprojekte in Libyen


    Der Krieg in Libyen kann die Umsetzung von Projekten russischer Ölunternehmen in diesem Land in die Ferne rücken. Der Konzern Tatneft hat in den zurückliegenden sechs Jahren 43 Millionen Dollar in die Erschließung libyscher Vorkommen investiert. Gazprom hatte den Kauf von Anteilen der italienischen Gesellschaft Eni am Ölprojekt Elephant für 163 Millionen Dollar vereinbart, konnte die Billigung der örtlichen Behörden nicht rechtzeitig einholen. Die Unternehmen haben nun alle Chancen, das Schicksal des Ölkonzerns Lukoil zu teilen, der seinerzeit infolge des Regimewechsels im Irak zu Schaden kam. Lukoil konnte zwar im Endeffekt wieder ins Projekt West Qurna-2 einsteigen, allerdings zu wesentlich weniger einträglichen Bedingungen als jene, die der Konzern von Saddam Hussein bekommen hatte.


    Gaseta (www.gzt.ru)

    Streit im russischen Machtduo zu Libyen nur vorgetäuscht?

    Dem Präsidenten Dmitri Medwedew hat der Ausdruck „Kreuzzug“ nicht gefallen, den Premier Wladimir Putin im Zusammenhang mit den Bombenangriffen auf Libyen verwendet hat. Nach Ansicht des Staatschefs seien solche Ausdrücke unzulässig, weil sie „ zu einem ‚Clash of Civilisations’“ führen könnten. Politologen glauben jedoch nicht, dass innerhalb des russischen Machttandems Meinungsdifferenzen entstanden seien. Dies sei eher ein auf das westliche Publikum gemünztes schlaues Spiel.

    Kommersant (www.kommersant.ru)

    Wintershall wird Gazprom-Partner im South-Stream-Projekt

    Der deutsche Konzern Wintershall wird zu einem neuen Partner von Gazprom, ENI und EdF im Gaspipeline-Projekt South Stream. In Anwesenheit von Premier Wladimir Putin unterzeichneten die Unternehmen ein entsprechendes Memorandum. Wintershall wird 15 Prozent am Projekt auf Kosten einer Verringerung der ENI-Anteile bekommen, während Gazprom seine 50-prozentigen Anteile selbst bei einer Aufnahme neuer Teilnehmer beibehält. Die Investitionen des deutschen Unternehmens in den Bau werden auf rund zwei Milliarden Dollar geschätzt. Für Gazprom sei aber die politische Unterstützung Deutschlands wichtig, meinen Analysten.

    Nesawissimaja Gaseta (www.ng.ru)

    Libyen: Dem Mini-Bündnis droht Isolation

    Dem neuen Mini-Bündnis (USA, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Italien und Dänemark), das Kampfhandlungen in Libyen führt, droht eine Art politische Isolation. Im Brüsseler Nato-Hauptquartier tagen die Botschafter der 28-Mitgliedsländer ständig. Am Sonntag blockierte die Türkei die Übergabe des Kommandos der Militäroperation an die Allianz. Einige Verbündete, die die Operation offiziell unterstützen, haben keine Eile, sich in den Krieg hineinziehen zu lassen. Das gleiche gilt auch für die Solidarität der arabischen Länder: Die vier Militärflugzeuge Katars sind da in propagandistischer Hinsicht wenig überzeugend.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren