21:22 20 August 2017
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    Blick in die russischen Zeitungen

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    Sotschi 2014 für Greenpeace nicht grün genug * Minsk: Die letzten Tage der Opposition * USA steuern auf Staatsbankrott zu *„Ich weiß, wie man das Universum steuern kann“: Mathe-Genie Perelman braucht keine Million

     

    Sotschi 2014 für Greenpeace nicht grün genug * Minsk: Die letzten Tage der Opposition * USA steuern auf Staatsbankrott zu *„Ich weiß, wie man das Universum steuern kann“:  Mathe-Genie Perelman braucht keine Million

    Sotschi 2014 für Greenpeace nicht grün genug
    Kommersant (www.kommersant.ru)


    Die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi verdienen alles andere als das Attribut umweltfreundlich, stellt die russische Zweigstelle der NGO Greenpeace fest. Die Öko-Bewegung stößt sich an einem vom Kreml geförderten Projekt zum Bau einer Verbrennungsanlage für Klärschlamm: Dieses sei geradezu das Gegenteil des Prinzips „Zero Waste“, das sich das Organisationskomitee der Winterspiele 2014 an die Fahnen geheftet hat. Das russische Umweltministerium unterstützt das Projekt bereits jetzt, noch bevor die nötige Öko-Expertise dafür eingeholt wurde.


    Minsk: Die letzten Tage der Opposition

    Moskowskije Nowosti (www.mn.ru)


    In Weißrussland werden nun auch die letzten Reste der unabhängigen Presse zerstört. Nachdem im laufenden Jahr bereits zwei Warnungen wegen der Berichterstattung über die Ereignisse nach den Wahlen am 19. Dezember und über den Anschlag in der Minsker Metro ausgesprochen worden waren, hat das Informationsministerium des Landes nun am Mittwoch vor dem Obersten Wirtschaftsgericht des Landes die Schließung der beiden letzten oppositionellen Zeitungen „Narodnaja Wolja“ und „Nascha Niwa“ gefordert. Weißrussische Experten und Beobachter sind überzeugt: Die Regierung „säubert“ das politische Parkett von der Opposition.

    Präsident Lukaschenko wartet indes auf eine Entscheidung aus Moskau hinsichtlich seiner maroden Staatskassen. Aus dem Kreml heißt es dazu, die Details einer Kreditvergabe müssen erst – zwei bis drei Wochen lang - geklärt werden. Der weißrussische Rubel kann in dieser Zeitspanne mindestens um die Hälfte an Wert verlieren. Unter der Bevölkerung entsteht bereits Panik. Vor diesem Hintergrund machen Gerüchte die Runde: Der Kreml will angeblich in Weißrussland den russischen Rubel einführen.

    Nesawissimaja Gaseta (www.ng.ru)
    USA steuern auf Staatsbankrott zu


    Den USA droht schon im Sommer eine Schuldenkrise. Das Weiße Haus warnt vor einer Katastrophe, sollte der Kongress die Schuldengrenze nicht anheben. In diesem Finanzjahr sind Haushaltsausgaben von 3,7 Billionen Dollar geplant. Dem stehen Einnahmen von nur 2,2 Billionen gegenüber. Die Schere zwischen Soll und Haben treibt die Schulden nach oben, die schon am 16. Mai die vom Kongress festgelegte Obergrenze von 14,3 Billionen US-Dollar erreichen sollen. Dann wird dem Finanzministerium gar nichts anderes übrig bleiben, als auf die letzten Reserven zurückzugreifen. Der mit 200 Milliarden US-Dollar angelegte Reservefonds ist bereits fast leer. Deshalb wird der Staat in andere Taschen greifen müssen, vor allem in den Pensionsfond. Laut Finanzminister Timothy Geithner könnte die US-Administration mit solchen Manövern höchstens bis Juli durchhalten. Danach drohe der Staatsbankrott.

    „Ich weiß, wie man das Universum steuern kann“:  Mathe-Genie Perelman braucht keine Million
    Komsomolskaja Prawda (www.kp.ru)

    Der geniale Mathematiker aus Sankt Petersburg, der die Poincaré-Vermutung, eines der großen Probleme der Mathematik, bewiesen hatte, hat in einem Interview erstmals erklärt, warum er den ihm dafür 2010 zuerkannten Preis von einer Million US-Dollar ablehnte. 

    Der 44-Jährige, der seit Jahren völlig isoliert lebt und nach der Zuerkennung des Preises des Clay-Instituts nun weltweit bekannt wurde, willigte in ein Treffen mit Journalist Alexander Sabrowsjki ein. Dieser beschrieb entgegen der in den Medien herrschenden Stereotype den Mathematiker als „absolut zurechnungsfähig, pragmatisch und vernünftig“. Sabrowsjki will einen Film über Perelman drehen, genauer gesagt nicht über Perelman selbst, sondern über das Wetteifern der drei in Sachen Erforschung und Steuerung des Universums am meisten fortgeschrittenen Mathematik-Schulen der Welt: der russischen, der chinesischen und der amerikanischen.

    Auf die Frage, warum er den Millionpreis abgelehnt habe, antwortete das Mathe-Genie: „Ich weiß, wie man das Universum steuern kann. Wozu habe ich denn eine Million nötig?“ Der Zeitung zufolge liegt Perelman mit seiner Entdeckung der heutigen Wissenschaft deutlich voraus und weckt deshalb Interesse bei den Geheimdiensten - sowohl den russischen als auch den ausländischen. Diese wollen wissen, ob Perelmans Wissen eine Bedrohung für die Menschheit darstelle.

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