07:37 23 Oktober 2018
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    Milliardär Prochorow steigt in Politik ein - mit Segen aus dem Kreml * 25 bis 30 Stimmen entscheiden über Medwedews Nachfolger * Schuldenkrise: USA wollen Goldreserven anzapfen

    Milliardär Prochorow steigt in Politik ein - mit Segen aus dem Kreml
    RBC Daily (www.rbcdaily.ru)

    Der russische Milliardär Michail Prochorow hat seine Bereitschaft bestätigt, die Leitung der liberalen Partei „Prawoje delo“ (Gerechte Sache) zu übernehmen. Nach Angaben der Rbcdaily hat Staatspräsident Dmitri Medwedew davor persönlich mit Prochorow gesprochen. Der Kreml wolle zu der bevorstehenden Wahl eine Partei wiederbeleben, die den Wählern mit liberalen und marktwirtschaftlichen Ansichten gerecht wird.

    Prochorow, laut Forbes mit einem Vermögen von 18 Milliarden Dollar der drittreichste Mann in Russland, soll freie Hand für eine umfassende Umgestaltung von „Prawoje delo“ bekommen. Diese Partei war erst vor wenigen Jahren auf Drängen des Kremls entstanden, um die liberale Szene zu konsolidieren, muss aber in der letzten Zeit um ihr Überleben kämpfen.

    Noch am Wochenende hatte Prochorow im Fernsehen gesagt, er verstehe sich nicht als Politiker und sehe für sich keine Zukunft in der Politik. Aber schon am Montag machte der Milliardär einen Rückzieher: Er habe es sich anders überlegt und sei bereit, eine liberale Partei anzuführen. Wie RBC Daily aus Quellen im Präsidialamt erfuhr, wurde die Entscheidung nicht ohne den Kreml getroffen.

    25 bis 30 Stimmen entscheiden über Medwedews Nachfolger
    Wedomosti (www.vedomosti.ru)

    Das russische Machttandem wird einen einheitlichen Präsidentenkandidaten nominieren - denn eine Konkurrenz zwischen Präsident Dmitri Medwedew und Regierungschef Wladimir Putin würde das bestehende Politsystem gefährden. Schon bis zum Ende des Sommers wird der aus 25 bis 30 Politikern und Großunternehmern bestehende Kern der regierenden Elite entscheiden, wer von den beiden kandidieren soll, so der kremlnahe Politologe Dmitri Orlow. Die jetzigen Differenzen im Tandem sind ihm zufolge alles andere als kritisch. Die beiden Politiker haben die gleiche „soziale Grundlage“, weshalb ihre Popularitätsratings äquidistant sinken und wachsen.

    Schuldenkrise: USA wollen Goldreserven anzapfen
    Nesawissimaja Gaseta (www.ng.ru)

    Gestern haben die USA ihre Schuldenobergrenze erreicht. Präsident Barack Obama warnte vor einem globalen Finanzkollaps, sollte der Kongress der Regierung nicht erlauben, weiter Schulden zu machen. Ökonomen empfehlen der Regierung, Staatsvermögen sowie Gold aus den Staatsreserven zu verkaufen. Russische Wirtschaftsexperten warnen, dass ein Anzapfen der Goldreserven das Vertrauen zum ganzen amerikanischen Finanzsystem untergraben würde.

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