04:04 17 Oktober 2017
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    Blick in die russischen Zeitungen

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    Russlands Comeback auf dem Getreidemarkt * Russland auf dem Weg zur Berufsarmee * Europaparlament kritisiert Stand der Demokratie in Russland * Nahost-Quartett soll Friedensverhandlungen wieder ankurbeln * Lawrow bemüht sich um neuen Karabach-Gipfel *

    RBC Daily (www.rbcdaily.ru)

    Russlands Comeback auf dem Getreidemarkt

    Nach der Aufhebung des Getreideexport-Embargos kehrt Russland in einer aggressiven Weise auf den Weltmarkt zurück. In den zurückliegenden zwei Tagen hat der russische Weizen zwei Staatsausschreiben großer Importeure gewonnen. Ägypten, das die Angebote der russischen Exporteure zweimal ignoriert hatte, kaufte am Donnertag 180 000 Tonnen Getreide in Russland. Einen Tag zuvor hatte Jordanien 150 000 Weizen in Russland gekauft. Der Preis für das russische Getreide liegt bei 240 bis 245 Dollar pro Tonne, ein Preisrückgang ist nicht zu erwarten, stellen Experten fest.

    Rossijskaja Gaseta (www.rg.ru)

    Russland auf dem Weg zur Berufsarmee

    In fünf Jahren wird die russische Armee zu 70 Prozent eine Berufsarmee sein. Das teilte Generalstabschefs Nikolai Makarow mit. „Die Staatsführung hat beschlossen, die Zahl der Berufssoldaten von den jetzigen 184 000 auf 425 000 anzuheben“, so der General. Nach seiner Ansicht wird die Armee und Flotte durch eine derart beträchtliche Professionalisierung einerseits den Prozess der Soldatenausbildung erleichtern und andererseits die Einsatzbereitschaft der Truppen erhöhen.

    Kommersant (www.kommersant.ru)

    Europaparlament kritisiert Stand der Demokratie in Russland

    Das Europaparlament hat am Donnerstag eine kritische Resolution zur Situation mit der Demokratie in Russland gebilligt. Moskau wurde aufgerufen, „freie und faire Wahlen“ im Dezember abzuhalten sowie die Beschlüsse und Normen aufzuheben, die den demokratischen Prinzipien widersprechen“. Darüber hinaus forderte das Europaparlament von Russland, das Verbot für den Kovorsitzenden der Partei der Volksfreiheit, Boris Nemzow, das Land zu verlassen, rückgängig zu machen. Am Donnerstagabend wurde das Verbot aufgehoben.

    Nesawissimaja Gaseta (www.ng.ru)

    Nahost-Quartett soll Friedensverhandlungen wieder ankurbeln

    Ein Außenministertreffen des Nahost-Vermittlungsquartetts (Russland, USA, EU und UNO) findet am Montag in Washington statt. Damit sind die größten Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme der palästinensisch-israelischen Verhandlungen verbunden, die im September vergangenen Jahres in eine Sackgasse geraten sind. Dabei soll das Thema einer Anerkennung des palästinensischen Staates und dessen UN-Mitgliedschaft bereits Ende Juli zu einem Diskussionsthema im UN-Sicherheitsrat werden. Peter Wittig, Vertreter des Vorsitzlandes Deutschland, gab am Donnerstag im Sicherheitsrat zu verstehen, dass von den Ergebnissen des Treffens des Nahost-Quartetts in vieler Hinsicht der Verlauf der für den 26. Juli geplanten Diskussion abhängen wird.


    Lawrow bemüht sich um neuen Karabach-Gipfel

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow trifft am Freitag zu einem kurzen Besuch in Aserbaidschan ein. In Baku wird er mit Vertretern der höchsten Staatsführung Wege zu einer Regelung des Karabach-Konflikts behandeln. Das Hauptziel seiner Reise besteht aber nach Ansicht von Experten in der Organisation eines neuen russisch-aserbaidschanisch-armenischen Gipfels zum Karabach-Problem.