04:42 21 August 2017
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    Probleme mit Georgien hindern Russland an WTO-Beitritt * Ukraine: Prozess gegen Timoschenko wird außenpolitischer Faktor * Rubel stark überbewertet * Russland: Import wächst stürmisch *

    Probleme mit Georgien hindern Russland an WTO-Beitritt * Ukraine: Prozess gegen Timoschenko wird außenpolitischer Faktor * Rubel stark überbewertet * Russland: Import wächst stürmisch *

    Kommersant (www.kommersant.ru)

    Probleme mit Georgien hindern Russland an WTO-Beitritt

    Georgiens Vizeaußenminister Sergi Kapanadse hat gemahnt, dass Russland auf seinen WTO-Beitritt wird verzichten müssen, wenn Moskau einer internationalen Mission an den Grenzen zu Abchasien und Südossetien nicht zustimmt. Nach seinen Worten hatte die Schweiz, die die russisch-georgischen Beziehungen vermittelt, diesen Vorschlag unterbreitet. Moskau bleibt unbeugsam und betont, dass es keine Kontrolle von außen an den Grenzen geben kann, die heute keine russisch-georgischen Grenzen mehr seien. Die Sackgasse in den Verhandlungen lässt einen WTO-Beitritt Russlands noch in diesem Jahr zweifelhaft erscheinen.

    Nesawissimaja Gaseta (www.ng.ru)

    Ukraine: Prozess gegen Timoschenko wird außenpolitischer Faktor


    Der laufende Prozess gegen Julia Timoschenko wird zu einem immer wichtigeren und komplizierteren außenpolitischen Faktor für die Ukraine. Die einmalige Aufmerksamkeit, die die USA, einige europäische Länder und offizielle EU-Strukturen sowie Russland diesem Prozess schenken, hat das ukrainische Außenamt und die regierende Partei der Regionen zu interessanten Erklärungen bewogen: Die äußeren Kräfte werden sinngemäß aufgefordert, keinen Einfluss auf das Gericht auszuüben. Timoschenko selbst forderte am Mittwoch die EU auf, den Prozess der europäischen Integration Europas nicht zu bremsen. „Gerade wegen dem, was heute mit der Demokratie und den Freiheiten in der Ukraine geschieht, muss die Unterzeichnung des Abkommens über die assoziierte EU-Mitgliedschaft“ der Ukraine beschleunigt werden, betonte sie.

    Rubel stark überbewertet


    Das von der Herabstufung des amerikanischen Kreditratings ausgelöste Fieber an den Finanzmärkten wird höchstwahrscheinlich keine ernsthaften Folgen für den Rubel haben. Kurzfristig wird die russische Währung wohl ihre Positionen schnell zurück erlangen. Die langfristige Prognose von Analysten ist aber weniger günstig. Der Rubel sei nach ihrer Ansicht stark überbewertet. Die nächste Krise, die in den kommenden Monaten zu erwarten ist, werde mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer Abwertung des Rubels führen, äußerten einige Moskauer Wirtschaftsexperten am Mittwoch. 

    Nowyje Iswestija (www.newizv.ru)

    Russland: Import wächst stürmisch


    Der Import aus den Ländern außerhalb des GUS-Raums ist seit Jahresbeginn um 43,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen, teilte die Föderale Zollbehörde am Mittwoch mit. Geldmäßig machte der Import 140 Milliarden US-Dollar aus. Der Import von Zucker und Weizen stieg dabei um ein Mehrfaches an. Der Import von Maschinenbauerzeugnissen vergrößerte sich um 40,1 Prozent, der Import von Lebensmitteln um 14,9 Prozent, der Import von Chemieerzeugnissen um 14,7 Prozent und der Import von Konfektionsware und Schuhen um 7,5 Prozent. Besonders beeindruckend gewachsen ist der Importumfang bei Zucker (auf das 4,2-fache), bei Getreide (auf das Vierfache) und bei Gemüse (auf das 1,6-fache).