16:12 23 November 2017
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    Aufständische am Ziel: Gaddafi tot * Neueste Sojus-Rakete wollte nicht abheben * Millionärspartei Geeintes Russland * Russen glauben nicht mehr ans eigene Öl * In der Afghanistan-Sackgasse

    Aufständische am Ziel: Gaddafi tot * Neueste Sojus-Rakete wollte nicht abheben *
    Millionärspartei Geeintes Russland * Russen glauben nicht mehr ans eigene Öl * In der Afghanistan-Sackgasse

    Kommersant (www.kommersant.ru)

    Aufständische am Ziel: Gaddafi tot

    Der Bürgerkrieg in Libyen ist so gut wie zu Ende. Gaddafi, der über 40 Jahre lang an der Macht gewesen war, wurde bei der Einnahme der Stadt Sirte verletzt, gefangen genommen und starb schließlich an einer Schusswunde. Über die Zukunft Libyens entscheiden Experten zufolge nach dem Tod des Oberst weniger die neuen Machthaber im Land, als vielmehr die Staaten, die beim Sturz des Gaddafi-Regimes eine Schlüsselrolle gespielt hatten. Mit ihnen wird Russland verhandeln müssen, um auch ein Stück der libyschen Reichtümer abzubekommen.

    Neueste Sojus-Rakete wollte nicht abheben

    Gestern sollte die Premiere passieren – aber es wurde wieder nichts: Der Erststart der neuen russischen Trägerrakete Sojus-ST-B und gleichzeitig der erste Start einer Sojus-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou wurde wenige Stunden vor dem geplanten Zeitpunkt ein weiteres Mal verschoben. Diesmal haben die Spezialisten nur einen Tag, um die Probleme, die bei der Betankung aufgetreten waren, zu beseitigen. Wenn das klappt, hebt die russische Rakete mit den ersten beiden Satelliten des europäischen Navigationssystems Galileo heute um 12:30 MEZ ab.

    Wedomosti (www.vedomosti.ru)

    Millionärspartei Geeintes Russland

    Das Zentrale Wahlkomitee hat die Vermögen der Kandidaten der russischen Regierungspartei Geeintes Russland für die Dumawahlen offen gelegt. Dabei entpuppte sich die „Machtpartei“ als Partei der Reichen. Unter den 597 Kandidaten finden sich 83 mit einem Jahreseinkommen von über 10 Millionen Rubel (knapp 250 000 Euro). Das ist mehr als bei allen anderen Parlamentsfraktionen (KPRF, Liberaldemokraten und Gerechtes Russland) gemeinsam. Außerdem figurieren 11 Parteimitglieder in der Forbes-Liste.

    Listenerster Dmitri Medwedew hat in den drei Jahren seiner Präsidentschaft keine Wertpapiere erworben. Dennoch ist es ihm gelungen, seine Bankkonten – trotz eines Rückgangs seines Einkommens von 7 Millionen Rubel im Jahr 2007 auf 3,38 Millionen 2010 - um 1,5 Millionen auf 4,2 Millionen Rubel aufzufetten. Der russische Staatschef ist damit aber bei weitem nicht der einzige in der Kreml-Partei, der derartige Wirtschaftswunder vollbringt, so die „Wedomosti“.


    RBK Daily (www.rbcdaily.ru)

    Russen glauben nicht mehr ans eigene Öl

    Die russischen Bürger geben laut der HSBC-Prognose für das vierte Quartal 2011 ihr Geld immer vorsichtiger aus und orientieren sich nicht mehr an hohen Ölpreisen. Die Verbraucherstimmung wird von der Erfahrung aus der letzten Krise und den pessimistischen Aussichten in der Wirtschaft beeinflusst, so die Studie. Die Vorsicht der Russen könnte das Wirtschaftswachstum bremsen, für das allzu optimistische Prognosen ohnehin nicht mehr angebracht scheinen. „Zum ersten Mal seit vielen Jahren hat ein beachtlicher Anstieg der Ölpreise zu keinem nennenswerten positiven Einfluss auf die Inlandsnachfrage geführt“, so die HSBC-Experten.


    Nesawissimaja Gaseta (www.ng.ru)

    In der Afghanistan-Sackgasse

    US-Außenministerin Hillary Clinton hat soeben Afghanistan besucht, um nach eigener Aussage „den tatsächlichen Stand der Dinge zu überprüfen“. Die Lage in dem kriegsgeschüttelten Land dürfte für Clinton – trotz ihrer betont optimistischen Statements für die Medien – kaum Grund zur Freude bieten. Die größte Unannehmlichkeit ist derzeit der geplatzte Plan zur nationalen Aussöhnung und der Einbindung der Taliban in das politische Leben in Afghanistan. Mit dem Mord an dem afghanischen Ex-Präsidenten Burhanuddin Rabbani – Vorsitzender des eigens für Gespräche mit den Taliban eingerichteten Friedensrats – sind alle Bemühungen fürs erste umsonst gewesen. Der afghanische Staatschef Hamid Karsai ist an keiner weiteren Kontaktaufnahme mit den Taliban interessiert und verdächtigt Pakistan, eine Untergruppe des Terrornetzwerks zu unterstützen. Nach dem Scheitern der dreiseitigen Konsultationen zwischen den USA, Pakistan und Afghanistan über eine mögliche Zusammenarbeit könnte das inmitten eines bewaffneten Konflikts stehende Afghanistan nun einfach seinem Schicksal überlassen werden.

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