17:51 23 November 2017
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    Russland tickt nach asiatischer Zeit * Umfrage: 80 Prozent der Russen betrachten sich als Mittelschicht * Russland hat Probleme mit strategischem Partner Indien * USA revidieren Militärstrategie: China im Visier * Besorgniserregende Prognose für Russlands Wirtschaft *

    Russland tickt nach asiatischer Zeit * Umfrage: 80 Prozent der Russen betrachten sich als Mittelschicht * Russland hat Probleme mit strategischem Partner Indien * USA revidieren Militärstrategie: China im Visier * Besorgniserregende Prognose für Russlands Wirtschaft *


    Nowyje Iswestija (www.newizv.ru)

    Russland tickt nach asiatischer Zeit


    Am kommenden Wochenende werden die Einwohner Russlands ihre Uhren nicht auf die Winterzeit umstellen. Damit wächst der Zeitunterschied mit den meisten Nachbarn im Westen um eine Stunde. Die meisten Experten sehen darin kaum nennenswerte Unbequemlichkeiten. Interessanter erscheint die Frage, warum gerade die Winterzeit als die Basiszeit für Russland gewählt wurde. Beobachter sehen in der Verschiebung Russlands um eine Zeitzone östlicher einen geopolitischen Unterton: Das Land blickt nun in Richtung Asien und rückt diesem auch zeitlich näher.

    Umfrage: 80 Prozent der Russen betrachten sich als Mittelschicht


    Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Lewada-Zentr zählen sich 80 Prozent der russischen Bürger zur Mittelschicht. Dabei reicht 53 Prozent das Geld nur für Essen und Kleidung, weniger als 20 können sich auch ruhig langlebige Haushaltsgeräte leisten. Soziologen betonen zwar, dass „Mittelschicht“ und „Mittelklasse“ nicht dasselbe sind, für den einfachen Bürger gibt es da aber offenbar keinen Unterschied.

    Kommersant (www.kommersant.ru)

    Russland hat Probleme mit strategischem Partner Indien

    Im Vorfeld des für Dezember geplanten Russland-Besuchs des indischen Premiers Manmohan Singh stößt die „privilegierte strategische Partnerschaft“ zwischen Moskau und Peking auf ernsthafte Probleme. Angesichts von Protesten der Ortseinwohner ist das Projekt des AKW-Baus in Kudankulam mit russischer Beteiligung in Gefahr. Ein weiterer großer Misserfolg Russlands war die verlorene Ausschreibung für Lieferungen von Kampfhubschraubern für die indische Armee. Auch das Projekt der Entwicklung eines universellen Transporthubschraubers tritt auf der Stelle. Nach Ansicht von Experten sind das keine vereinzelten Schnitzer, sondern eine Tendenz. Für Russland wird es immer schwieriger, seine führende Position am riesigen indischen Markt zu verteidigen.

    Nesawissimaja gaseta (www.ng.ru)

    USA revidieren Militärstrategie: China im Visier


    Die USA revidieren ihre Militärstrategie. Während die Kriege im Irak und in Afghanistan zu Ende gehen, werden China und Nordkorea zu potentiellen Gegnern – das ist der Hauptgedanke der Erklärungen von US-Verteidigungsminister Leon Panetta während seiner Südost- und Ostasien-Reise. Seinen ersten offiziellen Besuch in Japan im Amt des Pentagon-Chefs nutzte er dazu, die Partner und die potentiellen Gegner mit den neuen strategischen Zielsetzungen von US-Präsident Barack Obama bekannt zu machen.

    Moskowskije Nowosti (www.mn.ru)

    Besorgniserregende Prognose für Russlands Wirtschaft

    Die russische Wirtschaft hat keine inneren Wachstumsquellen. In den nächsten drei Jahren wird das Durchschnittstempo des BIP-Wachstums kaum über 1,9 Prozent liegen. Selbst die hohen Ölpreise helfen wenig. So lautet eine Prognose des Zentrums für Entwicklungsstudien der Moskauer Wirtschaftshochschule. Zuspitzen wird sich die Krise, wenn das Wachstumstempo in den Industrieländern zwischen minus 0,5 und plus 0,5 Prozent liegen wird, während der Ölbarrel-Preis auf 60 Dollar abstürzt. In diesem Fall würde das BIP nur um 0,8 Prozent wachsen. Die Kapitalflucht aus Russland würde dabei drei bis fünf Prozent des BIP ausmachen, während die Jahresinflation auf neun Prozent steigen würde. In dem Fall würde der Rubel in den nächsten drei Jahren um 53 Prozent an Wert verlieren.

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