05:15 21 November 2017
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    Russlands Bevölkerung schrumpft dramatisch * Kanadas Parlament behandelt „Magnitski-Liste“ * 16 Prozent der Russen führen Überlebenskampf * Präsidentenwahlen in Kirgistan * Medwedew beim G20-Gipfel * Assads Fehlentscheidungen zwingen Russland zu schwieriger Wahl * USA in Zentralasien immer aktiver *

    Russlands Bevölkerung schrumpft dramatisch * Kanadas Parlament behandelt „Magnitski-Liste“ * 16 Prozent der Russen führen Überlebenskampf * Präsidentenwahlen in Kirgistan * Medwedew beim G20-Gipfel * Assads Fehlentscheidungen zwingen Russland zu schwieriger Wahl * USA in Zentralasien immer aktiver *


    RBK Daily (www.rbcdaily.ru)

    Russlands Bevölkerung schrumpft dramatisch

    Russlands Einwohnerzahl wird sich bis 2050 und 25 Millionen verringern. Die Bevölkerung schrumpft sowohl „oben“, als auch „unten“: Die Familien wollen höchstens ein Kind haben, während die Senioren kaum das Rentenalter erreichen. Außerdem flieht die Bevölkerung aus dem Fernen Osten wegen der schweren Lebensbedingungen bei einer begrenzten Unterstützung des Staates. Nach Ansicht von Experten können nur Migranten aus dem postsowjetischen Raum Russland retten. 1960 war Russlands bevölkerungsmäßig das vierte Land der Welt, 2010 lag sie bereits auf Platz neun mit 140 Millionen Einwohnern.


    Nowyje Iswestija (www.newizv.ru)

    Kanadas Parlament behandelt „Magnitski-Liste“

    Kanadas Parlament  wird demnächst Sanktionen gegen die russischen Beamten behandeln, die mit dem Tod des Juristen Sergej Magnitski in der Moskauer U-Haft in Verbindung stehen. Damit kann Kanada zum vierten Land werden, das die „Magnitski-Liste“ offen bzw. heimlich billigt. Politologen schließen nicht aus, dass auch weitere Länder ähnliche Maßnahmen treffen werden.

    16 Prozent der Russen führen Überlebenskampf


    Laut der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts WZIOM befürchten 16 Prozent, dass sie in einem Jahr schlechter leben werden als jetzt. Viel schlechter geht es dabei kaum. Laut der Statistikbehörde Rosstat beläuft sich der Durchschnittslohn in Russland auf 20 000 Rubel. Dieses Geld reicht für die Begleichung der Betriebskosten ihrer Wohnungen, für Lebensmittel und Kleidung aus. Danach muss man wählen: Urlaub und Unterhaltung oder Erwerb langlebiger Artikel. Für beides muss man lange sparen. Für die Ausbildung der Kinder reicht das Geld nicht einmal theoretisch aus.

    Präsidentenwahlen in Kirgistan


    Bei den ersten Präsidentenwahlen in Kirgistan nach dem Sturz von Kurmanbek Bakijew hat der Premier Almasbek Atambajew erwartungsgemäß einen überzeugenden Sieg errungen. Die Opposition bewertet die Wahlergebnisse als gefälscht und fordert eine Stichwahl. Im Südosten des Landes brachen bereits Unruhen aus: Die Anhänger der geschlagenen Kandidaten, die mit Bakijews Team in Verbindung stehen, fordern, die Abstimmungsergebnisse nicht anzuerkennen. Nach Ansicht von Experten ist aber ein neuer Bürgerkrieg kaum wahrscheinlich.

    Medwedew beim G20-Gipfel


    Der russische Staatschef Dmitri Medwedew reist diese Woche zum G20-Treffen mit seinem Rezept für die Rettung der europäischen Wirtschaft. Sein Wirtschaftsberater Arkadi Dworkowitsch sagte: „Wenn unsere europäischen Partner ein entsprechendes Ansuchen an uns richten“, wäre Moskau bereit, eine Hilfeleistung für die EU bei der Bekämpfung der Euro-Krise in Höhe von rund zehn Milliarden Dollar zu erweisen. Die Hilfe soll über IWF-Institute an die Abnehmer gehen.

    Rossijskaja Gaseta (www.rg.ru)

    Assads Fehlentscheidungen zwingen Russland zu schwieriger Wahl

    Die Erklärungen von Baschar al-Assad über die ausländische Einmischung in die Angelegenheiten des Landes und über bewaffnete Banden, die angeblich an den Unruhen in Syrien teilnehmen, lassen kaum Chancen für einen konstruktiven Dialog zwischen dem offiziellen Damaskus und der Opposition übrig. Internationale Experten sprechen von mindestens drei Varianten des Sturzes von Assad. In der entstandenen Situation steht Russland vor einer schwierigen Wahl: weiterhin Assad unterstützen oder Kontakte zur syrischen Opposition aufnehmen und sich damit der Koalition anschließen, die sich in der Welt bereits gebildet hat.

    Nesawissimaja Gaseta (www.ng.ru)

    USA in Zentralasien immer aktiver

    Die USA haben in diesem Herbst ihre Politik in Zentralasien intensiviert. Am 22. September hob der US-Kongress die 2004 beschlossenen Sanktionen auf, die militärische Hilfe für Usbekistan verboten hatten. Im Oktober unternahm US-Außenamtschefin Hillary Clinton eine Zentralasien-Tour, bei der sie Pakistan, Afghanistan, Tadschikistan und Usbekistan besuchte. Die zentralen Fragen ihrer Verhandlungen waren: 1. Verstärkung der Zusammenarbeit bei der Stabilisierung in Afghanistan und 2. Entwicklungsperspektiven der Region nach dem für 2014 geplanten Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan. Vor diesem Hintergrund ist das Interesse der USA an einem Zusammenwirken mit der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) bemerkbar. Bereits im Sommer verwiesen amerikanische Experten auf die Notwendigkeit, die Zusammenarbeit mit dieser Organisation zu erweitern. Im Oktober tauchten Medienberichte auf, laut denen Barack Obama bestrebt ist, Verhandlungen mit der SOZ über ein Format der Zusammenarbeit aufzunehmen.

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