10:43 18 August 2017
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    Westen wieder zur größten Bedrohung für postsowjetischen Raum erklärt * Moskau hofft auf stabilisierenden Faktor seiner Projekte in Nordkorea * Droht Russland ein Krieg im Internet? * Trotz Bürgerkriegsgefahr im Irak: Ölexport soll weiter laufen * Zollunion von Moskau, Minsk und Astana wird zu Problem für andere GUS-Länder

    Westen wieder zur größten Bedrohung für postsowjetischen Raum erklärt * Moskau hofft auf stabilisierenden Faktor seiner Projekte in Nordkorea * Droht Russland ein Krieg im Internet? * Trotz Bürgerkriegsgefahr im Irak: Ölexport soll weiter laufen * Zollunion von Moskau, Minsk und Astana wird zu Problem für andere GUS-Länder

    Kommersant (www.kommersant.ru)


    Westen wieder zur größten Bedrohung für postsowjetischen Raum erklärt

    Ein Gipfel der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) findet am Dienstag in Moskau statt. Die Spitzenvertreter dieser eher formlosen Organisation wollen diese in einen vollwertigen militärpolitischen Block umwandeln. Nach Ansicht ihrer Mitglieder gibt es zwei Hauptbedrohungen: eine Destabilisierung der Situation in Afghanistan und eine Verstärkung des Einflusses des Westens im postsowjetischen Raum. Der Kampf gegen die letztere Bedrohung wird für die OVKS offenbar zu einer Priorität.

    Moskau hofft auf stabilisierenden Faktor seiner Projekte in Nordkorea

    Trotz der Kontinuität bei der Machtübergabe in Nordkorea befürchten einige Experten, dass diesem am stärksten verschlossenen Staat der Welt, der über eine Atombombe verfügt, ernsthafte Erschütterungen drohen. In diesem Kontext hofft Moskau darauf, dass der neue Machthaber Nordkoreas die Umsetzung der Projekte, an denen die russischen Großunternehmen Gazprom, RZD und InterRAO teilnehmen, fortsetzen wird. Dies soll helfen, eine Destabilisierung in der Region zu verhindern.

    Nowyje Iswestija (www.newizv.ru)

    Droht Russland ein Krieg im Internet?


    Die Einwohner Kasachstans leben seit mehreren Tagen ohne Internet und ohne Mobiltelefonverbindung. Dies war die Reaktion der Behörden auf die Proteste im Südwesten des Landes. Ein ähnliches Szenario ist auch in Russland nicht ausgeschlossen: Für die Regulierung des Internet haben mehrere ranghohe Beamte plädiert, während Patriarch Kyrill dieser Tage die Einwohner Russlands aufgerufen hat, keine Opfer von „Informationstechnologien“ zu werden, weil diese keine „Wahrheit Gottes“ enthalten würden. Nach Ansicht von Experten wird das Internet in Russland am ehesten durch eine Druckausübung auf Provider und Hoster, durch DDoS-Attacken und eine Verbreitung falscher Äußerungen im Internet reguliert. Die Behörden könnten dabei auch auf Aktionäre größerer Internet-Ressourcen Druck ausüben. Aber auch eine entgegen gesetzte Tendenz bahnt sich an: Staatsinstitutionen könnten zu Opfern von Cyberattacken der Protestierenden werden.

    Moskowskije Nowosti (www.mn.ru)

    Trotz Bürgerkriegsgefahr im Irak: Ölexport soll weiter laufen

    Die Wahrscheinlichkeit eines Bürgerkriegs im Irak nach dem Abzug der US-Truppen ist recht groß. Dies wird aber die Entwicklung der Ölförderung kaum behindern, weil diese eine Einnahmenquelle für alle in den Konflikt verwickelten Seiten ist. Im November belief sich die Ölförderung auf drei Millionen Barrel pro Tag, von denen 2,2 Millionen exportiert wurden. Japan will einen Kredit in Höhe von 870 Millionen Dollar für die Wiederherstellung der irakischen Infrastruktur gewähren. Die Türkei bekundet ihre Bereitschaft, verflüssigtes Gas aus dem Irak über seinen Hafen in EU-Länder zu transportieren. Das neueste Beispiel Sudan hat gezeigt, dass Ölexport unter den Bedingungen eines Bürgerkrieges durchaus möglich ist.

    Nesawissimaja Gaseta (www.ng.ru)

    Zollunion von Moskau, Minsk und Astana wird zu Problem für andere GUS-Länder


    Der Mechanismus des Einheitlichen Wirtschaftsraums auf dem Territorium Russlands, Weißrusslands und Kasachstans wurde am Montag in Moskau in Gang gesetzt. Bei einem informellen GUS-Gipfel am Dienstag werden die anderen Gemeinschaftsländer aufgefordert, sich diesem Integrationsprojekt anzuschließen. Die Zollunion von Russland, Weißrussland und Kasachstan, die offiziell ab 1. Januar 2012 gilt, wird zu einem Problem für die GUS-Länder, die nicht zur Zone der freien Bewegung von Menschen und Waren gehören, von der viele Gemeinschaftsländer all die 20 Jahre des GUS-Bestehens geträumt haben: Ihre Waren und ihre Menschen bleiben nämlich „draußen“. 

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