23:10 17 Oktober 2018
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    Blick in die russischen Zeitungen

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    Minsk verbittet sich Druck von außen * Russische Luft- und Weltraumabwehr steigert ihr Potential * Georgien spielt mit offenen Karten: Visafreiheit für Russen * „Unwetterfreund“ Putin gefällt Atmosphäre vor Präsidentenwahl * Schreckgespenst Griechenland: Ukrainischer Premier kritisiert EU-Anti-Krisenmaßnahmen * Investoren trauen Griechenland-Rettung nicht

    Minsk verbittet sich Druck von außen * Russische Luft- und Weltraumabwehr steigert ihr Potential * Georgien spielt mit offenen Karten: Visafreiheit für Russen * „Unwetterfreund“ Putin gefällt Atmosphäre vor Präsidentenwahl * Schreckgespenst Griechenland: Ukrainischer Premier kritisiert EU-Anti-Krisenmaßnahmen * Investoren trauen Griechenland-Rettung nicht

     

    Rossijskaja Gaseta (www.rg.ru)

    Minsk verbittet sich Druck von außen

    Am Dienstag wurde bekannt, dass der weißrussische EU-Botschafter und der Botschafter in Warschau nach Minsk einberufen wurden, und die Regierung des Landes forderte die diplomatischen Vertretungen der EU und Polens auf, Weißrussland zu verlassen. „Dem Leiter der EU-Vertretung in Weißrussland und dem polnischen Botschafter in Weißrussland wurde nahegelegt, zu Konsultationen in ihre Hauptstädte zu fahren, um ihren Vorgesetzten die feste Position der weißrussischen Seite zu übermitteln – dass Druck und Sanktionen unzulässig sind“, so der Pressesekretär des weißrussischen Innenministeriums Andrej Savinych.  Er kündigte zudem Antwortsanktionen an.

    Russische Luft- und Weltraumabwehr steigert ihr Potential

    Ungeachtet der ernsthaften Verluste in den 1990-er Jahren und der Probleme mit den Fernortungs-Radarsystemen in Aserbaidschan und der Ukraine wird die Radarkomponente der russischen Luft- und Weltraumabwehr verstärkt. Das sagte der für die Rüstungsindustrie zuständige Vizepremier Dmitri Rogosin, der in Kaliningrad (russische Exklave an der Ostsee) eine Sitzung der interministeriellen Arbeitsgruppe für das Zusammenwirken mit der Nato bei der Raketenabwehr durchführte.

    Wie Rogosin hervorhob, ergreift die Regierung aktive Maßnahmen, um die Radarkontrolle um das Land vollständig zu sichern und rechtzeitig ballistischen und Luftziele zu orten, sollten sie gegen Russland gerichtet sein. Vor der Sitzung nahmen der Vizepremier und der Vorsitzende der Rüstungskommission Einblick in die Arbeit der neuesten Radarstation Woronesch-DM unweit der Stadt Pionerski im Gebiet Kaliningrad.

     

    Kommersant (www.kommersant.ru) 

    Georgien spielt mit offenen Karten: Visafreiheit für Russen

    Eines der Schlüsselthemen in der alljährlichen „Rede zur Lage der Nation“ des georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili waren die Beziehungen zu Russland. Saakaschwili kündigte dabei eine einseitige Aufhebung der Visumspflicht mit Russland an und nannte dies eine „Geste des guten Willens“ vonseiten Georgiens. Von Moskau werden keine analogen Antwortschritte erwartet.

    „Unwetterfreund“ Putin gefällt Atmosphäre vor Präsidentenwahl

    Gestern hat sich Russlands Premier Wladimir Putin in der Moskauer Manege mit Mitgliedern der Gesamtrussischen Volksfront, Vertrauensleuten und Politologen getroffen und mit ihnen die Ergebnisse seiner journalistischen Tätigkeit der letzten Wochen zusammengefasst. Die Anwesenden baten, möglichst oft in einer solchen Zusammensetzung zusammenzutreten, damit es „einfach leichter fällt, (ihnen) vorzustehen“. Aus Dankbarkeit dafür erzählte Wladimir Putin über ein „sakrales Opfer“, das die Opposition ihm zufolge nach der Wahl am 4. März zu bringen bereit sei, um „die Situation im Land ein und für allemal zu destabilisieren“.

     

    Nesawissimaja Gaseta (www.ng.ru)

    Schreckgespenst Griechenland: Ukrainischer Premier kritisiert EU-Anti-Krisenmaßnahmen

    Der Premierminister der Ukraine, Nikolaj Asarow, hat diese Woche ein Treffen mit Experten der ukrainischen Nationalen Akademie der Wissenschaften organisiert, um sich Rat über mögliche Mittel zur Verhinderung von Krisenszenarien einzuholen. Wie der Premier betonte, sind die Maßnahmen, die die europäischen Staaten vornehmen – vor allem die Kürzung der Sozialausgaben und die Steuererhöhungen vor dem Hintergrund eines „Aufpumpens“ der Wirtschaft mithilfe neuer Anleihen – für die Ukraine indiskutabel. Auch in Europa würden diese Maßnahmen nur wenig bringen, so Asarow. Die Experten äußerten ihre Zustimmung und schlugen der Regierung vor, die Akzente auf die Entwicklung der Inlandsmärkte und den Kampf gegen die Armut zu setzen.


    Komsomolskaja Prawda (www.kp.ru)

    Investoren trauen Griechenland-Rettung nicht

    Ohne die umstrittenen Kürzungen von Löhnen und Renten hätten EU und der IWF Griechenland keinen weiteren Kredit gewährt. Ungeachtet der Beteuerungen der europäischen Spitzenvertreter, dass es gelungen sei, Griechenland zu retten und dieses Land zumindest in der nächsten Zukunft keine Gefahr drohe, hegen die Investoren weiterhin Misstrauen, sagt Alexej Puchajew, Experte im russischen unabhängigen Business-Analysezentrums Investcafe. Dies hänge damit zusammen, dass der freiwillige Austausch von Anleihen privater Investoren von offizieller Seite bald Zwangscharakter bekommen könnte.

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