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    Russen: Ohne viel Optimismus, aber mit Hoffnung auf Stabilität * Syrien: Kämpfe um Aleppo * Kapitalabfluss aus Russland verursacht Rubel-Schwankungen * US-Kampfjets werden in Polen stationiert * Russlands Beamte werden Besitz im Ausland deklarieren müssen * Saudi-Arabien will Sanktionen gegen Syrien in Vollversammlung durchsetzen * Deutschland gilt trotz negativer Moody’s-Prognose weiter als stille Bucht *

    Blick in die russischen Zeitungen
    MOSKAU, 27. Juli (RIA Novosti). Russen: Ohne viel Optimismus, aber mit Hoffnung auf Stabilität *  Syrien: Kämpfe um Aleppo * Kapitalabfluss aus Russland verursacht Rubel-Schwankungen * US-Kampfjets werden in Polen stationiert * Russlands Beamte werden Besitz im Ausland deklarieren müssen * Saudi-Arabien will Sanktionen gegen Syrien in Vollversammlung durchsetzen * Deutschland gilt trotz negativer Moody’s-Prognose weiter als stille Bucht *

    „Nesawissimaja Gaseta“ (www.ng.ru)

    Russen: Ohne viel Optimismus, aber mit Hoffnung auf Stabilität 

    Jeder dritte Einwohner Russlands erwartet laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Lewada-Zentrum eine Zuspitzung der politischen Situation im Lande. Nur 13 Prozent erwarten allerdings einen vorfristigen Rücktritt des Präsidenten. Sechs Prozent sind der Ansicht, dass sich die politische Situation „leicht verbessern“ werde. Nur jeder 100. hofft auf eine „wesentliche Verbesserung“ der Situation. 52 Prozent der Befragten erwarten überhaupt keine Veränderungen.
    Ähnliche Antworten gab es auf die Frage „Wie wird sich die Wirtschaftssituation im Herbst verändern?“ 34 Prozent sind sicher: Die Situation wird sich „etwas“ oder „beträchtlich“ zuspitzen. 45 Prozent erwarten allerdings keine Veränderungen – eine Stabilität, die nach Stagnation aussieht.

    Syrien: Kämpfe um Aleppo


    Die syrische Regierung verlegt Truppen aus kleineren Orten zur Stadt Aleppo, um die regierungsfeindlichen Einheiten aus diesem Wirtschaftszentrum des Landes zu vertreiben. Aktivisten der Opposition behaupten, dass sie bereits die Hälfte der Stadt kontrollieren, und werfen den Militärs vor, Artillerie und Kampfhubschrauber einzusetzen. Das syrische Regime hat nicht mehr genug ergebene Soldaten, um das gesamte Territorium des Landes zu kontrollieren, berichten westliche Medien.

    Kapitalabfluss aus Russland verursacht Rubel-Schwankungen


    Der Chef der russischen Zentralbank hat in einem Gespräch mit der britischen Presse behauptet, er sei über den Kapitalabfluss aus Russland beunruhigt. Überhaupt nicht beunruhigend seien für ihn dagegen die Schwankungen des Rubel-Wechselkurses. Die Instabilität des Rubels und die Kapitalflucht sind dabei Dinge, die in vieler Hinsicht miteinander verbunden sind. Die Unbestimmtheit im Devisenbereich erschwert die Businessplanung und erhöht die Investitionsrisiken. Nach Ansicht von Wirtschaftsexperten hat aber die russische Zentralbank völlig andere Prioritäten. An erster Stelle steht die Bewahrung der Devisenreserven, auch wenn dies eine wachsende Unbestimmtheit in der Wirtschaft infolge der neuesten Erweiterung des Devisenkorridors nach sich ziehen mag.

    „Moskowskije Nowosti“ (www.mn.ru)

    US-Kampfjets werden in Polen stationiert


    Zehn bis 20 US-Militärexperten kommen im Herbst nach Polen. Sie werden Vorbereitungen zur Stationierung von US-Kampfjets und –Militärtransportern treffen. Juristisch ist das Auftauchen dieser Maschinen in keiner Weise mit der geplanten Stationierung von Teilen des Nato-Raketenschilds verbunden, für Moskau ist dies aber ein weiterer Beweis für die aggressiven Absichten der Allianz.

    „Kommersant“ (www.kommersant.ru)

    Russlands Beamte werden Besitz im Ausland deklarieren müssen


    Staatsbeamte und Abgeordnete aller Ebenen werden offiziell ihre Konten bei ausländischen Banken und eventuellen ausländischen Besitz, einschließlich Immobilien und Aktienpakete ausländischer Firmen, deklarieren müssen. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde am Donnerstag in der Staatduma vorgelegt. Laut einem weiteren Entwurf soll jeder Vertreter der Machtstrukturen, der Geld und Eigentum im Ausland besitzt, die Bezeichnung „ausländischer Agent“ bekommen.

    Saudi-Arabien will Sanktionen gegen Syrien in Vollversammlung durchsetzen


    Saudi-Arabien wird Sanktionen gegen Damaskus in der Uno-Vollversammlung zur Sprache bringen. Ziel ist, die Diskussionen um Syrien aus dem Weltsicherheitsrat, in dem Russland und China das Veto-Recht haben, in eine breitere Arena zu verlegen und damit die internationale Isolation von Moskau und Peking zu demonstrieren. Die Beschlüsse der Vollversammlung sind im Unterschied zum Sicherheitsrat nicht verbindlich, sie sind aber von großer symbolhafter Bedeutung. In den bis zur Abstimmung verbliebenen Tagen muss Russland viel unternehmen, damit die Befürworter des Drucks auf Syrien in der Uno keine überwältigende Mehrheit bekommen.

    „RBC Daily“ (www.rbcdaily.ru)

    Deutschland gilt trotz negativer Moody’s-Prognose weiter als stille Bucht


    Die jüngste Herabsetzung der Prognose der Rating-Agentur Moody’s in Bezug auf das Investitionsrating von Deutschland machte so gut wie keinen Eindruck auf die Investoren. Diejenigen, die nach einer stillen Bucht für ihre Investitionen in Zeiten der europäischen Schuldenkrise suchen, betrachten die deutschen Wertpapiere weiterhin als das beste Instrument zur Wahrung ihres Kapitals. Eine ähnliche Situation entsteht auch auf dem deutschen Effektenmarkt, der für Investoren aus aller Welt dank der niedrigen Preise und dem niedrigen Kurs des Euro verlockend ist.