16:41 26 September 2017
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    Syrien-Krieg: USA erwägen Intervention wegen Chemiewaffen

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    Aus Sorge um die syrischen Chemiewaffen erwägen die USA einen Sondereinsatz in dem vom Bürgerkrieg gebeutelten Land, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Aus Sorge um die syrischen Chemiewaffen erwägen die USA einen Sondereinsatz in dem vom Bürgerkrieg gebeutelten Land, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Das teilte US-Außenamtschefin Hillary Clinton während ihres Prag-Besuchs am Montag mit. Zuvor hatte Präsident Barack Obama den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad davor gewarnt, Chemiewaffen gegen die Opposition einzusetzen. Die Anzeichen für einen radikalen Strategiewechsel zum Sturz des Assad-Regimes verdichten sich.

    „Wenn es zum Ernstfall kommt, ist eine US-Militäraktion natürlich möglich“, sagte Clinton. Wie ein US-Regierungssprecher betonte, werden zurzeit etliche Möglichkeiten durchgespielt – von Luftangriffen bis zu lokalen Sonderoperationen.

    Washington befürchtet, dass Chemiewaffen gegen die syrische Opposition angewendet werden oder in die Hände von Terroristen fallen könnten. Obama drohte al-Assad mit Konsequenzen, falls Chemiewaffen gegen die Opposition eingesetzt werden sollten.

    US-Medien berichteten zuletzt unter Berufung auf Nachrichtendienste, dass Israel in den vergangenen zwei Monaten Jordanien mehrere Male vergeblich gebeten hatte, Luftangriffe auf syrische Chemielager zu erlauben.

    Experten zufolge deuten die Warnungen und Drohungen aus den USA darauf hin, dass ein Großangriff vorbereitet wird. Die Regierung in Damaskus hatte vor einiger Zeit versichert, Chemiewaffen nur im Falle eines Angriffs von außen einzusetzen.

    Die Nato-Außenminister wollen heute in Brüssel über die Aufstellung von Patriot-Abwehrraketen in der Türkei entscheiden. Obwohl offiziell beteuert wird, dass die Raketen dem Schutz der Türkei dienen, kann dieser Schritt zur Schaffung einer Flugverbotszone an der syrischen Grenze führen. Die syrischen Rebellen könnten sich im Norden des Landes einnisten.

    Russlands Präsident Wladimir Putin hatte während seines Türkei-Besuchs betont, dass die Stationierung von Patriot-Raketen die Spannungen an der Grenze zu Syrien verschärfen wird.

    Laut US-Medien vereinbarten Moskau und Ankara einen neuen Anlauf zur diplomatischen Lösung der Syrien-Krise. Bislang gab Moskau keine Stellungnahme zu dieser Meldung ab.

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