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    Russischer eisenbahngestützter Raketenkomplex BZRK

    Reaktion auf US-Raketenabwehr: Putin will Raketen auf die Schiene bringen

    © Foto : Strategische Raketentruppen Russlands
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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Russland will eisenbahngestützte Raketenkomplexe als Reaktion auf die US-Pläne zur Stationierung eines Raketenabwehrsystems in Europa entwickeln, schreibt die Zeitung „Moskowski Komsomolez“ am Mittwoch.

    Russland will eisenbahngestützte Raketenkomplexe als Reaktion auf die US-Pläne zur Stationierung eines Raketenabwehrsystems in Europa entwickeln, schreibt die Zeitung „Moskowski Komsomolez“ am Mittwoch.

    Präsident Wladimir Putin betonte, dass die US-Raketenabwehr das Kampfpotenzial des russischen Raketen- und Atomarsenals „auf null“ reduzieren würde. Russland werde darauf mit der Entwicklung von offensiven Raketen- und Atomkomplexen antworten, so Putin.

    Laut einer Quelle der „Moskowski Komsomolez“ handelt es sich um den eisenbahngestützten Raketenkomplex BZRK. Entsprechende Forschungsarbeiten haben bereits begonnen. Diese Raketenkomplexe wurden 2005 gemäß dem Abrüstungsvertrag ausgemustert.

    Die Raketenkomplexe sahen wie gewöhnliche Züge aus. In den Waggons befanden sich drei Startanlagen mit ballistischen Feststoffraketen RT-23 „Molodez“ (Nato-Code SS-24 Scalpel), eine Kommandostelle und die Gefechtsbesatzung.

    Die Züge mit den Raketenanlagen konnten 1200 Kilometer am Tag zurücklegen. Eine Patrouille dauerte 21 Tage. Ihr größter Mangel war die schnelle Abnutzung der Schienen. Wegen der 105 Tonnen schweren Raketen kam es oft zu Konflikten zwischen dem Militär und der Eisenbahn.

    Laut einer Quelle der „Moskowski Komsomolez“ ist dieses Problem nicht mehr aktuell, weil die Züge nicht mehr mit schweren Raketen bestückt werden. Es soll sich dabei um Raketen der Typen Bulawa, Topol-M oder Jars mit einigen Gefechtsköpfen handeln.

    Es gibt keinen Zweifel daran, dass die neuen Raketenkomplexe eine effektivere Reaktion auf das US-Raketenabwehrsystem sein werden, als die zuvor angekündigte Stationierung von operativ-taktischen Raketen Iskander an den europäischen Grenzen.

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