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    Weihnachten: Nicht alle orthodoxen Christen feiern 13 Tage später

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    Die Russisch-Orthodoxe Kirche feiert Weihnachten 13 Tage nach dem Fest der meisten Christen, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Die Russisch-Orthodoxe Kirche feiert Weihnachten 13 Tage nach dem Fest der meisten Christen, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Viele denken, dass nur die Katholiken und Protestanten Weihnachten am 25. und 26. Dezember feiern und die Orthodoxen nach dem Julianischen Kalender am 7. Januar.

    Doch das ist ein Irrtum. Nicht alle Orthodoxen halten sich an den Julianischen Kalender. Ganz im Gegenteil. Die Russisch-Orthodoxe Kirche ist mit der Jerusalemer, Serbischen, Georgischen Kirche und dem Kloster in Athos in der Minderheit. Andere orthodoxe Kirchen halten sich an den so genannten neujulianischen Kalender, der bis zum Jahr 2800 dem Gregorianischen Kalender entspricht.

    Die orthodoxen Kirchen, die zum Gregorianischen Kalender übergewechselt sind, machen Zugeständnisse an die heutige Zeit. Die Industrieländer leben nach dem Gregorianischen Kalender.

    In Russland wird zunächst Neujahr, danach Weihnachten und später noch das alte Neue Jahr gefeiert. Einige Russen, vor allem Jugendliche, feiern gerne Weihnachten nach dem Gregorianischen Kalender.

    Doch für Gläubige in Russland ist es sehr schmerzhaft, dass sie das seit der Kindheit beliebte Neujahrsfest während des Weihnachtsfastens begehen müssen. In diesem Jahr fällt der 31. Dezember auf einen  Montag. Den Orthodoxen ist an diesem Tag nur vegetarische Kost erlaubt.

    Auch die Russisch-Orthodoxe Kirche hat sich zuletzt der Gesellschaft angenähert. Patriarch Kirill gratuliert den Orthodoxen nicht nur zum 13. Januar (Julianischer Kalender), sondern auch zum 31. Dezember. Im vergangenen Jahr gab es am 31. Dezember einen Gottesdienst anlässlich des Neujahrsfestes. In der orthodoxen Gemeinschaft kam es zu heftigen Diskussionen, wieso Geistliches  mit Irdischem vermischt wird.

    Vielleicht kommt es demnächst zu einem Wandel, wenn die orthodoxe Kirche neue Wege gehen muss.

     

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