10:48 14 November 2019
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    Spekulation um Chavez: Anzeichen auf Machtwechsel in Venezuela

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    Gesundheitszustand von Hugo Chávez (84)
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    Der venezolanische Vizepräsident Nicolas Maduro und der Parlamentsvorsitzende Diosdado Cabello sind am Wochenende nach Kuba gereist, um Präsident Hugo Chavez nach seiner Krebs-Operation beizustehen, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Dienstag.

    Der venezolanische Vizepräsident Nicolas Maduro und der Parlamentsvorsitzende Diosdado Cabello sind am Wochenende nach Kuba gereist, um Präsident Hugo Chavez nach seiner Krebs-Operation beizustehen, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Dienstag.

    Ihnen zufolge befindet sich Chavez auf dem Wege der Besserung. Experten zufolge muss bei einem Tod von Chavez nicht nur Venezuela, sondern auch Kuba mit Erschütterungen rechnen.

    Maduro und Cabello hatten am Samstag in Havanna mit dem kubanischen Staatschef Raul Castro gesprochen und Chavez im Krankenhaus besucht.

    „Der allgemeine Zustand hat sich in den letzten Tagen verbessert. Der Präsident befolgt strikt die Anweisungen seiner Ärzte“, sagte Informationsminister Ernesto Villegas.

    Doch viele Experten sind der Ansicht, dass der Gesundheitszustand des 58-jährigen Präsidenten kaum Anlass für Hoffnung gibt. Chavez ließ sich am 11. Dezember operieren. Danach wurde bei ihm eine Lungenentzündung festgestellt, die zu Komplikationen führte. Seitdem ist er nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten. Viele Experten sehen in dem Besuch der venezolanischen Politiker ein Vorzeichen für einen näher rückenden Machtwechsel.

    Kurz vor der Abreise nach Kuba machte Chavez seinen Stellvertreter zu seinem Nachfolger. Der Vorsitzende der Nationalversammlung wird sich damit kaum abfinden.

    Maduro und Cabello wollen sich die Unterstützung Kubas zusichern lassen. Seit der Machtübernahme 1999 sagte Chavez mehrmals, dass er „Schüler“ des früheren kubanischen Anführers Fidel Castro sei. Chavez reiste fast jeden Monat zu Beratungen nach Kuba.

    Experten zufolge sind viele kubanische Spezialisten als Berater in Venezuela tätig. Venezuelas Sicherheitsbehörden wurden mithilfe der Kubaner aufgebaut. Havanna bekommt jedes Jahr rund 100.000 Barrel Öl (50 Prozent seines Bedarfs) zu einem weit unter dem Marktpreis liegenden Preis. Mehrere Tausend kubanische Lehrer und Ärzte arbeiten in den venezolanischen Armenvierteln, was der kubanischen Staatskasse sechs Milliarden Dollar jährlich einbringt.

    Viele Venezolaner sind gegen Subventionen für Kuba. Doch die Mitstreiter von Chavez wollen die Abkommen mit Kuba nicht antasten.

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