14:38 23 September 2017
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    Zu wenig Unterschriften für Stalingrad: Jetzt liegt es an Putin

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    Wolgograds Kommunisten haben lediglich 35.000 Unterschriften zur Umbenennung ihrer Stadt nach Josef Stalin gesammelt, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Wolgograds Kommunisten haben lediglich 35.000 Unterschriften zur Umbenennung ihrer Stadt nach Josef Stalin gesammelt, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Die Wolgograder Aktivisten der Kommunistischen Partei hatten ihre am 19. November begonnene  Unterschriftensammlung zur Rückkehr zum Stadtnamen Stalingrad am 23. Januar beendet. Kriegsveteran Wladimir Turow gab letzter seine Unterschrift ab. „Das beste Geschenk zum 70. Jahrestag der Schlacht um Stalingrad wäre für die Veteranen und die Nachkommen der Sieger die Umbenennung Wolgograds in Stalingrad“, sagte Turow. „Letzten Endes haben wir, die Veteranen, Stalingrad und nicht eine andere Stadt verteidigt“, sagte er.

    Den Kommunisten zufolge soll die Liste mit den gesammelten Unterschriften kurz vor dem 70. Jahrestag der Schlacht um Stalingrad (2. Februar) dem Kreml übergeben werden. Weitere 65.000 Unterschriften wurden in anderen Regionen gesammelt.

    Wie ein Sprecher der Kommunistischen Partei in Wolgograd sagte, sollen sich die Einwohner keine Sorgen um die Ausgaben für die Umbenennung der Stadt machen. Die Umbenennung werde 400.000 Euro im Laufe von fünf Jahren kosten, hieß es.

    Jetzt muss Präsident Wladimir Putin eine Entscheidung treffen. „Die Unterschriftenaktion bietet die Chance, den Einwohnern zu zeigen, ob der Präsident seine Versprechen einhält“, betonten die Kommunisten.

    Wie die Politologin Swetlana Kolossowa sagte, können die 35.000 Unterschriften kaum als Erfolg der Kommunisten angesehen werden. Angesichts der Tatsache, dass in Wolgograd mehr als eine Million Menschen leben, könne man von einem Scheitern sprechen, so die Expertin.

    Laut dem Politologen Andrej Mironow haben sich die Kommunisten bei der Idee zur Rehabilitation Stalingrads nicht sehr zuverlässig verhalten. „Die Meinung der Bürger muss vor so einem Ereignis eingeholt werden. Doch Sjuganows Anhänger haben das nicht getan“, sagte Mironow.

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