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    Fall Magnitski: Hermitage-Chef auf Rachefeldzug gegen Russland

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    Fall Magnitski - Tod in Untersuchungshaft (80)
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    Bill Browder, Gründer der Investmentgesellschaft Hermitage Capital Management, wirbt in Europa für Sanktionen gegen russische Beamte, heißt es in der Mittwochsausgabe der „Wedomosti“.

    Bill Browder, Gründer der Investmentgesellschaft Hermitage Capital Management, wirbt in Europa für Sanktionen gegen russische Beamte, heißt es in der Mittwochsausgabe der „Wedomosti“.

    Wie das „Wall Street Journal“ berichtet hatte, sprach Browder am Freitag mit deutschen Politikern über dieses Thema. Am Montag reiste er nach Paris zu einem Treffen mit französischen Abgeordneten weiter. Browder will die Europäer offenbar überzeugen, dem Beispiel der USA zu folgen und Finanz- und Visa-Sanktionen gegen russische Beamte zu verhängen, die angeblich am Tod des Anwalts Sergej Magnitski beteiligt waren.

    Wie Browder in einem AFP-Interview betonte, ist er sich sicher, dass die europäischen Länder im Laufe des Jahres dem Beispiel der USA folgen werden. Vor allem Frankreich und Großbritannien seien aufgerufen, weil diese Länder bei russischen Beamten besonders beliebt seien. Ein EU-Einreiseverbot und Kontensperren könnten große Wirkung zeigen, sagte Browder.

    Ein Einreiseverbot für die Schengenzone würde sich auf 25 europäische Länder erstrecken, hatte „Financial Times“ zu Beginn des Jahres geschrieben. Das Einreiseverbot und die Kontensperren könnte der EU-Ministerrat beschließen, wie es bereits bei weißrussischen Beamten der Fall war.

    Browder zufolge kann nach Gerechtigkeit im Fall Magnitski nur außerhalb Russlands gesucht werden.

    Browders Rechtsanwalt Magnitski kam am 16. November 2009 in Moskau nach fast einem Jahr Untersuchungshaft ums Leben. Er war wegen des Verdachts festgenommen worden, Steuern hinterzogen zu haben. Nach Hermitage-Angaben wurde Magnitski verfolgt, weil er die Unterschlagung von mehr als fünf Milliarden Rubel (ca. 124 Millionen Euro) aufgedeckt hatte. Vor seinem Tod soll er über Schmerzen geklagt haben, die Gefängniswärter und Ärzte reagierten jedoch nicht.

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