21:13 21 Januar 2018
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    Schieferöl kann neue Energie-Revolution auslösen * IWF prognostiziert Wachstum in Russland * Droht dem ukrainischen Ex-Präsidenten Kutschma ein Prozess? * Sofias Verzicht auf AKW-Bau verursacht Regierungsrücktritt * Exodus der Kreml-Partei aus Staatsduma bahnt sich an *

    „Wedomosti“ (www.vedomosti.ru)

    Schieferöl kann neue Energie-Revolution auslösen


    PricewaterhouseCoopers (PwC) prognostiziert eine neue globale Energie-Revolution, die von Schieferöl ausgelöst werden soll. Zwischen 2004 und 2011 hat sich die Schieferöl-Produktion nahezu verfünffacht und beträgt jetzt 553 000 Barrel pro Tag. Während die USA den Ölimport verringern, sind die Schätzungen der Schieferöl-Vorräte von vier Mrd. Barrel 2007 auf 33 Mrd. im Jahre 2010 gestiegen. Laut BP-Schätzungen bietet der Schieferöl-Boom den USA die Möglichkeit, bereits in diesem Jahrzehnt zum weltgrößten Ölförderer zu werden. Sollte sich die Schieferöl-Revolution weltweit ausbreiten, wird der globale Ölpreis sinken, mahnen Analysten.

    „Nowyje Iswestija“ (www.newizv.ru)

    IWF prognostiziert Wachstum in Russland


    Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für dieses Jahr ein BIP-Wachstum in Höhe von 3,75 Prozent in Russland. Um aber dieses Resultat zu erzielen, muss die Wirtschaft umgestaltet werden: Unter anderem müssen die Bedingungen für das Unternehmertum verbessert und die Effektivität der Haushaltspolitik erhöht werden.

    Droht dem ukrainischen Ex-Präsidenten Kutschma ein Prozess?


    Der stellvertretende ukrainische Generalstaatsanwalt Renat Kusmin hat ein neues Verfahren angekündigt, das die Auftraggeber des Mordes am Journalisten Georgi Gongadse ermitteln soll. Wie er erklärte, hat die Generalstaatsanwaltschaft genügend Beweise dafür, dass Ex-Präsident Leonid Kutschma, der 1994 bis 2005 dieses Amt bekleidet hat, in dieses Verbrechen verwickelt war. Experten bezweifeln allerdings, dass der Ex-Präsident auf der Anklagebank landet. Nach ihrer Ansicht war Kusmins Erklärung vielmehr eine PR-Aktion im Vorfeld des Gipfels Ukraine-EU.

    „Iswestija“ (www.izvestija.ru)

    Sofias Verzicht auf AKW-Bau verursachte Regierungsrücktritt


    Die Regierung Bulgariens ist infolge von Massenprotesten gegen die Erhöhung der Strom- und Heizungspreise zurückgetreten. Nach Ansicht russischer Experten hatte sich die Regierungskrise bereits im Frühjahr 2012 angebahnt, als Premier Bojko Borissow die Anweisung erteilte, den AKW-Bau infolge von Meinungsdifferenzen mit der russischen Seite hinsichtlich des Wertes dieses Projektes auf Eis zu legen. Auf Initiative der Opposition fand Ende Januar in Bulgarien ein Referendum über die Zukunft der Atomenergiewirtschaft statt. Nun soll das Parlament innerhalb von drei Monaten „den Bau eines neuen AKW behandeln“.

    „Kommersant“ (www.kommersant.ru)

    Exodus der Kreml-Partei aus Staatsduma bahnt sich an


    Gleich drei Fraktionsmitglieder der Partei Geeintes Russland haben ihre Mandate niedergelegt. Wladimir Pechtin, bei dem russische Blogger nicht deklarierte Immobilien in den USA gefunden haben, „will nicht, dass sein Name zur Diskreditierung der Staatsmacht missbraucht wird“. Der Abgeordnete Anatoli Lomakin, Platz 79 in der russischen Forbes-Liste mit einem Vermögen von 1,2 Mrd. Dollar, konnte sich „aus Gesundheitsgründen“ nicht mehr der Arbeit in der Staatsduma widmen. Der Abgeordnete Wassili Tolstopjatow „übernimmt eine Funktion im Konzern Gazprom“. Die Parteiführung und Kreml-Beamte schließen eine Fortsetzung dieses Prozesses nicht aus, in der Staatsduma wird eine Auflösung des Unterhauses nicht mehr ausgeschlossen.

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