21:23 21 Januar 2018
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    IWF mit optimistischer BIP-Prognose für Russland

    © Sputnik/ Igor Samoylov
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    Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für 2013 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,75 Prozent, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Donnerstag.

    Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für 2013 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,75 Prozent, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Donnerstag.

    Damit sind die IWF-Volkswirte deutlich optimistischer gestimmt, als die des russischen Wirtschaftsministeriums (3,6 Prozent). Für ein weiteres Wachstum sei eine neue Wirtschaftspolitik erforderlich, beispielsweise die Verbesserung des Geschäftsklimas und eine effizientere Haushaltspolitik.

    Obwohl Russlands BIP während der Krise 2008/2009 um acht Prozent zurückgegangen sei, habe sich die Lage 2010/2011 verbessert, sagte der IWF-Chef in Russland, Odd Per Brekk. Das BIP sei um 4,5 Prozent im Jahr gestiegen, die Wirtschaft habe zur Erholung angesetzt. Doch im vergangenen Jahr hat das BIP-Wachstum nur bei 3,4 Prozent gelegen, was nicht nur auf den Rückgang der Ölpreise zurückzuführen sei. Die Ursachen für die Verlangsamung des Wachstumstempos lägen vor allem in Russland. Die Binnennachfrage müsse zum wichtigsten Wachstumsmotor werden, so Brekk.

    Laut IWF könnte Russlands Wirtschaft sogar ein BIP- Wachstum von sechs Prozent erreichen, wenn Bedingungen für eine makroökonomische Stabilität geschaffen, das Investitionsklima verbessert und der Finanzsektor stabilisiert und ausgebaut werden.

    Es ist kein Geheimnis, dass Russlands Wirtschaft zu sehr von den Ölpreisen abhängt. Schwankungen auf dem Rohstoffmarkt sind keine Seltenheit. Deswegen schlug der IWF vor, Russlands Haushaltsdefizit ohne die Einnahmen aus dem Öl- und Gas-Export zu verringern.

    Ein Haushaltsdefizit ohne die Öleinnahmen sei zudem ein Zeichen für eine schlechte Haushaltspolitik, so Brekk. Deswegen sei der IWF-Bericht vor allem ein Aufruf an die russischen Behörden, die Wirtschaft noch schneller und mit geringeren Verlusten wiederherzustellen.

    Nicht alle russische Experten sind so optimistisch wie Brekk gestimmt. Laut Salawat Gabdrachmanow von der Russischen Wirtschaftshochschule ist ein Wachstum von sechs Prozent schwer zu erreichen. Wegen des Preisanstiegs sind in den vergangenen Jahren auch die Sozialausgaben gestiegen. Eine Kürzung der Renten und Subventionen wäre bei den russischen Bürgern sicherlich auch nicht gut angekommen, sagte der Experte.

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