07:14 24 September 2018
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    EU wartet auf deutsche Soldaten für Mali-Einsatz

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    Zuspitzung der Lage in Mali (63)
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    Der Bundestag hat am Mittwoch über die Ausweitung des Bundeswehr-Einsatzes in Mali diskutiert, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Der Bundestag hat am Mittwoch über die Ausweitung des Bundeswehr-Einsatzes in Mali diskutiert, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Am Vortag hatte die Bundesregierung beschlossen, 330 Soldaten nach Westafrika zu schicken. Die meisten von ihnen kommen bei der am Montag gestarteten EU-Mission in Mali zum Einsatz. Sie sollen malische Soldaten für den Kampf gegen islamistische Aufständische ausbilden.

    Trotz der Befreiung der Städte im Norden des Landes ist die Lage in Mali weiterhin instabil. Bei der Militäroperation „Serval“ im Norden des Landes wurden am Dienstag französische und malische Truppen von Terroristen angegriffen. Zwei französische Kampfjets mussten zur Unterstützung geschickt werden. Nach Angaben des Generalstabs in Paris wurden mehr als 20 Islamisten bei dem Gefecht getötet. Auch ein Fremdenlegionär kam ums Leben. Er ist das zweite Todesopfer auf Seiten der französischen Truppen in Mali.

    In anderen Ländern kommt es zu Vergeltungsaktionen der Terroristen. Vor einigen Tagen wurden in Kamerun drei Franzosen und deren vier Kinder als Geiseln genommen. Auf diese Weise reagieren die Islamisten auf die französische Offensive in Mali.

    Der französische Präsident François Hollande betonte am Dienstag, trotz der Rache-Aktionen an der Mission in Mali festzuhalten.

    Ob sich die EU lediglich auf die Ausbildung der malischen Armee beschränken wird, ist bislang schwer zu sagen. Rund 20 Länder haben sich bereit erklärt, sich am Mali-Einsatz zu beteiligen. 500 Militärs sollen nach Mali geschickt werden, darunter 200 Ausbilder, den Rest bilden Sanitäter und Sicherheitskräfte.

    Bereits seit Mitte Januar fliegen Transall-Maschinen der Bundeswehr afrikanische und französische Soldaten nach Mali. Zudem sollen Bundesswehr-Tankflugzeuge des Typs A310 die französische Luftwaffe unterstützen.

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