20:42 20 November 2019
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    Moskau und London beenden Eiszeit

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    Nach den diplomatischen Irritationen der vergangenen Jahre haben der britischen Außenminister William Hague und Verteidigungsminister Philip Hammond erstmals mit ihren russischen Amtskollegen Sergej Lawrow und Sergej Schoigu ein Treffen im „2+2“-Format abgehalten, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Nach den diplomatischen Irritationen der vergangenen Jahre haben der britischen Außenminister William Hague und Verteidigungsminister Philip Hammond erstmals mit ihren russischen Amtskollegen Sergej Lawrow und Sergej Schoigu ein Treffen im „2+2“-Format abgehalten, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Das Treffen am Mittwoch in London kann als Wendepunkt in den Beziehungen zwischen Moskau und London betrachtet werden. Der Fall Litwinenko, Großbritanniens Haltung beim Südossetien-Konflikt und andere Probleme hatten das russisch-britische Verhältnis schwer belastet.

    Das Tauwetter in den Beziehungen beider Länder begann mit dem Amtsantritt des konservativen Premiers David Cameron. Vor zwei Jahren hatten Moskau und London wieder mit der Aufnahme von Kontakten auf hoher Ebene begonnen.

    „Während des London-Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Sommer des vergangenen Jahres wurde von einem Fortschritt in den bilateralen Beziehungen gesprochen. Die Tatsache, dass auf hoher Ebene der Start des 2+2-Formats angekündigt wurde, wiederspiegelt den Wunsch beider Seiten, Bedingungen für deren weitere Vertiefung zu schaffen“, sagte Lawrow in einem BBC-Interview.

    Kurz vor dem 2+2-Treffen äußerte Lawrow, dass Moskau und London in vielen Fragen übereinstimmende Positionen haben und einzelne Probleme einer Zusammenarbeit nicht im Wege stehen sollten.

    Laut einer Quelle im russischen Außenministerium wurde bei dem Treffen über die europäische Sicherheit gesprochen, darunter über eine Zusammenarbeit in Bezug auf die europäische Raketenabwehr, beim Afghanistan-Einsatz und bei den Atom-Gesprächen mit dem Iran und Nordkorea.

    Wie der russische Chefdiplomat äußerte, gibt es unterschiedliche Ansichten zwischen beiden Seiten zur Lösung der Syrien-Krise. Russland will die syrischen Konfliktseiten an den Verhandlungstisch bringen, während Großbritannien die Gegner des Assad-Regimes unterstützt und das Waffenembargo lockern will.

    Ein heikler Streitpunkt ist nach wie vor der Fall Litwinenko. Außerdem forderte der britische Außenamtschef Hague die russische Seite auf, die Schuldigen im Fall Magnitski zur Verantwortung zu ziehen und Maßnahmen zur Verhinderung ähnlicher Fälle in der Zukunft zu treffen.

     

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