14:52 15 Dezember 2017
SNA Radio
    Zeitungen

    Blick in die russischen Zeitungen

    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    0 01

    Berlin reagiert schroff auf Prüfungen deutscher Stiftungen in Russland * Russische Wähler sehen keine Opposition in Staatsduma * BRICS: Keine Einigung über gemeinsame Bank * Medwedew bekennt sich zu Modernisierungsideen * Russland will U-Boote mit Präzisionswaffen ausstatten *

    Berlin reagiert schroff auf Prüfungen deutscher Stiftungen in Russland * Russische Wähler sehen keine Opposition in Staatsduma * BRICS: Keine Einigung über gemeinsame Bank * Medwedew bekennt sich zu Modernisierungsideen * Russland will U-Boote mit Präzisionswaffen ausstatten *

    „Kommersant“ (www.kommersant.ru)

    Berlin reagiert schroff auf Überprüfungen deutscher Stiftungen in Russland


    Die Überprüfungen der in Russland tätigen deutschen Stiftungen, die die Staatsanwaltschaft im Rahmen der im Februar eingeleiteten totalen NGO-Revision vorgenommen hat, haben bei den Behörden in Deutschland und der EU eine schroffe Reaktion ausgelöst. Vertreter der Bundesregierung und Experten verweisen darauf, dass dies eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen Moskau und Berlin nach sich ziehen kann. Das Thema der Überprüfungen wird unbedingt beim Treffen Wladimir Putins mit Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgeworfen werden.

    „Wedomosti“ (www.vedomosti.ru)

    Russische Wähler sehen keine Opposition in Staatsduma

    Die Staatsduma-Abgeordneten sind von der Exekutivmacht absolut abhängig und erfüllen alle Wünsche des Kremls, stellen 37 Prozent der Befragten bei einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Lewada-Zentrum im Auftrag der „Wedomosti“ vorgenommen hat, fest. Weitere 30 Prozent sind der Ansicht, dass die Abgeordneten zwar den Wünschen des Kremls Gehör schenken, zugleich aber auch eigene Interessen und Ansichten verteidigen. Nur 17 Prozent glauben, dass die Abgeordneten unabhängig seien. 47 Prozent stellen fest: In der jetzigen Staatsduma gibt es keine reale Opposition. Die gegenteilige Meinung vertreten 26 Prozent.

    BRICS: Keine Einigung über gemeinsame Bank


    Die BRICS-Länder haben bei ihrem Gipfel in Südafrika eine prinzipielle Einigung über die Gründung einer Entwicklungsbank und eines Reservefonds getroffen. Wie Russlands Finanzminister Anton Siluanow sagte, wird die Diskussion darüber beim G20-Treffen der Finanzminister fortgesetzt. Der Fonds soll laut einer Erklärung des Gipfels bei kurzzeitigen Liquiditätsproblemen helfen und sich auf 100 Mrd. Dollar belaufen. Was die BRICS-Entwicklungsbank anbelangt, konnten sich die Finanzminister nicht über die Prinzipien ihrer Arbeit einigen. Laut Siluanow ist man noch nicht über den Kapitalumfang und den Verwaltungsmechanismus einig.

    „Nesawissimaja Gaseta“ (www.ng.ru)

    Medwedew bekennt sich zu Modernisierungsideen

    Bei seinem Treffen mit Vertretern der Kreml-Partei Geeintes Russland hat der russische Premier Dmitri Medwedew betont, dass die Gegner der Konservativen in Russland nicht die Liberalen, sondern Reaktionäre seien. Damit hat der Parteichef nicht nur seine bisherigen Positionen hinsichtlich der Modernisierungsideen bekräftigt, sondern auch seine politischen Ambitionen als Top-Politiker zur Geltung gebracht. Nach Ansicht von Soziologen vertreten heute die meisten russischen Einwohner eine konservative Weltanschauung, die jegliche Konflikte und Revolutionen ausschließt.

    Russland will U-Boote mit Präzisionswaffen ausstatten

    Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat während seines Besuchs auf der Halbinsel Kamtschatka, wo die meisten U-Boote der russischen Pazifikflotte stationiert sind, verkündet, dass diese Kräfte mit „Präzisionswaffen großer Reichweite“ ausgerüstet werden. Dies soll „die Anwendungsmöglichkeiten der U-Boote im Rahmen der strategischen Eindämmung wesentlich erweitern“. Diese Erklärung kam nicht zufällig. Angesichts der wachsenden militärischen Bedrohungen durch die Nato, der Zuspitzung der Situation in der asiatisch-pazifischen Region und der geplanten Raketenschild-Stationierung will Moskau die Marine-Komponente seiner strategischen Kernwaffen stärken.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren