10:56 24 August 2017
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    Gerüchte um Boliviens Präsident: Von der CIA mit Krebs infiziert?

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    Boliviens Präsident Evo Morales hat wegen Gesundheitsproblemen seine geplanten Inlandsreisen abgesagt, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Mittwoch.

    Boliviens Präsident Evo Morales hat wegen Gesundheitsproblemen seine geplanten Inlandsreisen abgesagt, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Mittwoch.

    Es soll sich zwar um einfache Grippe handeln. Allerdings gibt es Parallelen zu dem vor kurzem an Krebs gestorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez, der zunächst ebenfalls von einer Grippe gesprochen hatte.

    Um die Krankheit des bolivianischen Präsidenten kursieren zahlreiche Gerüchte. Merkwürdig ist, dass die Absage der geplanten Besuche nicht persönlich vom Präsidenten, sondern von seinem Stellvertreter Álvaro García Linera verkündet wurde. Laut Informationsministerin Amanda Davila ist Präsident Morales nicht ernsthaft erkrankt. Sie sicherte den Journalisten zu, dass der Präsident weiter seinen Amtsgeschäften nachgehe.

    Morales’ Krankmeldung erfolgte wenige Tage nach der offiziellen Bekanntgabe seiner Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2014. Morales hat gute Chancen auf eine Wiederwahl. Seine Idee zum friedlichen Aufbau eines sozialistischen Staates ist in Bolivien sehr populär. Vor allem unter den Armen hat er viele Wähler. Auch in anderen lateinamerikanischen Ländern hat Morales viele Anhänger, deren Zahl nach dem Tod von Hugo Chávez zunehmend steigt. Doch seit einigen Jahren sind Gerüchte im Umlauf, dass Morales seit langem an Krebs erkrankt ist.

    Die Spekulationen um den Gesundheitszustand von Morales schüren den Antiamerikanismus in Lateinamerika. Morales beschuldigte mehrmals die amerikanischen Geheimdienste, unerwünschte Politiker mit Krankheiten anzustecken. Auch Chávez sprach während seiner Reden häufig davon: Bei vielen antiamerikanisch eingestellten Spitzenpolitikern in Lateinamerika sei Krebs diagnostiziert worden.

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