06:18 15 November 2019
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    Israel bombardiert Waffentransport in Syrien

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    Israel greift Objekte auf syrischem Territorium an (24)
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    Israelische Kampfjets haben in der Nacht zum Sonntag Militäranlagen in Syrien angegriffen, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Montag.

    Israelische Kampfjets haben in der Nacht zum Sonntag Militäranlagen in Syrien angegriffen, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Montag.

    Laut israelischen Quellen wurde eine iranische Raketenlieferung an die libanesische Hisbollah-Bewegung unter Beschuss genommen. Der israelische Luftangriff ist damit die umfangreichste ausländische Militäraktion gegen das Assad-Regime in dem seit zwei Jahren andauernden Syrien-Konflikt.

    Der Angriff war bereits der zweite israelische Einsatz binnen drei Tagen. Das Ausmaß des Einsatzes war deutlich umfangreicher als die Aktionen der syrischen Oppositionellen. Nach Angaben von Augenzeugen handelte es sich um einen mehrere Stunden dauernden Alptraum, der einem Erdbeben bzw. einer Umweltkatastrophe ähnelte.

    Laut einem israelischen Beamten waren iranische Raketen für die im benachbarten Libanon ansässige Hisbollah das Ziel des Bombardements. Ihm zufolge könnte Israel seine Luftangriffe fortsetzen. „Sollte Israel von Waffenlieferungen aus Syrien nach Libanon Kenntnis nehmen, wird es einen weiteren Angriff geben“, so die Quelle.

    Die Informationen über die Angriffziele des israelischen Militärs in Syrien sind widersprüchlich. Der Großteil der syrischen und libanesischen Medien berichtet von Munitionslagern, einem Luftwaffenstützpunkt, Kasernen der Assad-Truppen und einem militärischen Forschungszentrum in Dschamraja südwestlich von Damaskus.

    Einige westliche Quellen berichteten, dass das Hauptziel der israelischen Luftangriffe die sich in Syrien befindlichen iranischen Raketen des Typs Fateh-110 waren, die an die libanesische Hisbollah geliefert werden sollten.

    „Wir sollten uns daran erinnern, dass das syrische Regime allmählich zusammenstürzt. Der Iran und die Hisbollah versuchen, Präsident Assad zu helfen. In dieser Situation wächst die Gefahr, dass Waffen der Hisbollah oder mit Al-Qaida verbundenen Gruppen in die Hände fallen“, sagte der ehemalige israelische Verteidigungsminister Schaul Mofas.

    Laut dem israelischen Sicherheitsexperten Yaakov Kedmi will Tel Aviv die iranische Raketenlieferung nach Libanon nicht zulassen. Es handle sich um eine Präventivmaßnahme und nicht um eine Kriegserklärung, wie es in der arabischen Welt interpretiert werde, so der Experte.

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