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    EU-Referendum in Großbritannien: Cameron gibt klein bei

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    Der britische Premier David Cameron hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der eine Volksabstimmung über einen EU-Austritt Großbritanniens vorsieht, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Mittwoch.

    Der britische Premier David Cameron hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der eine Volksabstimmung über einen EU-Austritt Großbritanniens vorsieht, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Mittwoch.

    Damit erfüllte Cameron eines seiner Wahlversprechen. Es ist aber noch lange keine beschlossene Sache, dass Großbritannien der EU den Rücken kehren wird, obwohl die britischen Euroskeptiker zunehmend lauter zu hören sind. Experten rechnen damit, dass Großbritannien höchstwahrscheinlich in der EU bleibt.

    Die Euroskeptiker in Großbritannien verzeichneten mit Beginn der Wirtschaftskrise einen Zulauf. Unter den Unzufriedenen gibt es nicht nur einfache, sondern auch wohlhabende Briten. Laut einer Umfrage der britischen Handelskammer sind mehr als die Hälfte der Unternehmer in London der Ansicht, dass die EU-Mitgliedschaft schlecht für die britische Wirtschaft ist. Die britischen Konservativen wollen vom Euroskeptizismus profitieren.

    Cameron kündigte bereits im Januar das Referendum über den EU-Austritt Großbritanniens an. Allerdings sprach er sich gegen einen Austritt, sondern für eine Reform der Europäischen Union aus. Die Volksabstimmung soll nach der Parlamentswahl 2015 bei einem Sieg der Tories stattfinden.

    Cameron hatte sich im Parlament gegen einen bedingungslosen EU-Austritt ausgesprochen. Bei seinem USA-Besuch rügte er hochrangige Parteikollegen, die einen EU-Austritt gefordert hatten. Bildungsminister Michael Gove und Verteidigungsminister Philip Hammond wollen für einen EU-Austritt stimmen.

    US-Präsident Barack Obama ist gegen den EU-Austritt der Briten.

    Wie die russische Europa-Expertin Ljudmila Babynina sagte, reden die Briten gerne von einem Austritt, profitierten aber von ihrer EU-Mitgliedschaft.

     

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