14:09 24 September 2017
SNA Radio
    Zeitungen

    Israel fürchtet russische Waffen in Syrien

    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    Unruhen in Syrien (3838)
    0 2111

    Der syrische Präsident Baschar al-Assad scheint im Kampf gegen die Rebellen Erfolg zu haben, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Dienstag.

    Der syrische Präsident Baschar al-Assad scheint im Kampf gegen die Rebellen Erfolg zu haben, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Dienstag.

    Die Regierungstruppen haben die strategisch wichtige Stadt Al-Qusayr unter Kontrolle genommen. Gleichzeitig spannt sich die Situation an der syrisch-israelischen Grenze an: In Tel Aviv behauptet man, das Territorium Israels sei aus Syrien beschossen worden.

    Bei dem Angriff auf die Golanhöhen sei zwar niemand zu Schaden gekommen, aber die Israelis müssen bedenken, dass der Syrien-Konflikt auch für sie schlimme Folgen haben könnte.

    Bei seinem Russland-Besuch gelang es dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu nicht, Präsident Wladimir Putin zum Verzicht auf die Lieferung von S-300-Raketen an Syrien zu bewegen. Die Seiten zeigten sich aber durchaus freundlich. Die israelischen Medien verweisen sogar darauf, dass Putin Netanjahu extra eingeladen hatte, um ihm zu erklären, warum die bereits abgewickelten Waffengeschäfte mit Damaskus nicht mehr rückgängig gemacht werden können.

    Es handelt sich um Flugabwehrraketen. Als besonders gefährlich gilt die 1997 entwickelte Modifikation S-300 PMU-2 Favorit. Ihre Reichweite liegt zwischen drei und 200 Kilometern. Das bedeutet, dass eine bei Damaskus stationierte Raketenanlage ein Flugzeug über Israel abschießen könnte.

    Unabhängig davon, ob Assads Gegner oder die verbündete Hisbollah diese Waffen in die Hände bekommen sollten – für Israel könnte der Konflikt böse enden. Deshalb streiten sich die Beobachter in Israel darüber, ob ein Sieg Assads oder umgekehrt günstiger wäre.

    Die in London herausgegebene arabischsprachige Zeitung „Al-Quds al-Arabi“ berichtete derweil unter Berufung auf Quellen im syrischen Militär, dass Assads Armee über viele S-200-Raketen verfüge und deshalb die S-300-Raketen nicht so dringend benötige. Laut anderen Quellen wurden diese Raketen schon vor längerer Zeit nach Syrien gebracht und sind mittlerweile einsatzbereit.

    Themen:
    Unruhen in Syrien (3838)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren