04:37 25 September 2017
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    Studie zur Wettbewerbsfähigkeit: Russland zieht an Euro-Krisenländern vorbei

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    Russland ist in der von der IMD Business School erstellten Rangliste der wettbewerbsfähigsten Länder um sechs Plätze nach oben geklettert und hat es auf Platz 42 von 60 geschafft. Experten finden jedoch weiterhin einige Schwachstellen in der russischen Wirtschaft, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Freitag.

    Russland ist in der von der IMD Business School erstellten Rangliste der wettbewerbsfähigsten Länder um sechs Plätze nach oben geklettert und hat es auf Platz 42 von 60 geschafft. Experten finden jedoch weiterhin einige Schwachstellen in der russischen Wirtschaft, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Freitag.

    Das Schweizer Wirtschaftsinstitut hat das Ranking nach folgenden Kriterien erstellt: Zustand der Volkswirtschaft, Wirtschaftseffizienz, Effizienz der Staatsverwaltung und Infrastruktureffizienz. Russland stieg im Ranking aufgrund seiner makrowirtschaftlichen Daten. Internationale Experten loben den stabilen Währungskurs, die gesunkene Inflationsrate und die niedrige Arbeitslosenquote in Russland (im ersten Quartal 2013 nur 5,8 Prozent).

    Doch bei den anderen Faktoren blieb alles beim Alten. „Ein hoher Beschäftigungsgrad bedeutet nicht, dass die Situation in der Wirtschaft ungetrübt ist“, sagte der Wirtschaftsexperte Alexej Wedew. Trotz der geringen Arbeitslosigkeit habe sich das Geschäftsklima in Russland kaum verbessert. Der Kapitalabfluss steigt, ausländische Investitionen fließen nicht ausreichend ins Land. „Man muss die Korruption ausrotten, das Eigentumsrecht und den Wettbewerb fördern“, sagte Wedew. Das seien zurzeit die größten Schwachstellen in der russischen Wirtschaft.

    Bei der IMD-Studie werden die Entwicklungsaussichten berücksichtigt. Russland hat sogar Italien, Spanien und Portugal hinter sich gelassen. Dies hängt mit der schleichenden Schuldenkrise in der Eurozone zusammen.

    In anderen Wirtschaftsrankings sind diese Länder weiter oben angesiedelt als Russland. Die Lage in Spanien sei zwar schlecht, doch das Geschäftsklima nach wie vor gut und die Mieten niedrig. Die Spanier hätten immer noch die Chance, dass sich die Lage zum Besseren wandelt, sagte Wedew.

    Die aufstrebenden Schwellenländer wurden sehr unterschiedlich bewertet. Russland befindet sich zwischen Lettland und Peru. China liegt auf Rang 21, Indien auf 40. Brasilien landete auf Platz 51, Südafrika auf 53. Schlusslicht ist Venezuela. Die wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften sind die USA, die Schweiz, Hongkong, Schweden und Singapur.