16:27 16 Februar 2019
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    Schwule fordern Olympia-Boykott in Sotschi

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    Verbot der “Homo-Propaganda” in Russland (104)
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    Die westliche lesbisch-schwule Gemeinschaft hat die Fernsehsender dazu aufgerufen, die Eröffnungsfeier der Winterspiele 2014 in Sotschi zu boykottieren, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag.

    Die westliche lesbisch-schwule Gemeinschaft hat die Fernsehsender dazu aufgerufen, die Eröffnungsfeier der Winterspiele 2014 in Sotschi zu boykottieren, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag.

    In den USA und europäischen Ländern häufen sich die Forderungen, dass die Olympischen Spiele dazu genutzt werden sollen, die homophobe Stimmung in Russland aufzudecken.

    Russland hat aus Imagegründen viel Geld in den Bau der Olympiastätten und der Infrastruktur investiert. In Sotschi hoffen die Organisatoren, die hohen Kosten mit den Geldern von den TV-Übertragungsrechten und den Touristen zu decken.

    Die amerikanische LGBT-Organisation Human Rights Campaign (HRC) forderte den Sender NBC dazu auf, über das „unmenschliche und unfaire“ Homo-Propaganda-Verbot in Russland zu berichten. Zudem wurde NBC dazu aufgerufen, die Eröffnungsfeier der Winterspiele aus dem Programm zu streichen. Laut NBC-Sportchef Mark Lazarus wird der Sender über mögliche Diskriminierungen während der Spiele berichten. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) habe sich bereits mit der Bitte um Aufklärung an die russischen Behörden gewandt. Die russische Regierung informierte daraufhin das IOC, dass weder Athleten noch Fans oder Journalisten Probleme in Sotschi haben werden.

    Nach Angaben der Nachrichtenagentur Rosbalt wurde dem IOC zugesichert, dass das Homo-Propaganda-Verbot nicht für die Spiele in Sotschi gilt. „Als Sportorganisation arbeiten wir weiter daran, dass während der Spiele keine Athleten, Funktionäre, Zuschauer und Medien diskriminiert werden. Die russische Regierung hat dem IOC garantiert, dass weder Teilnehmer noch Gäste der Spiele von diesem Gesetz betroffen sind “, teilte das IOC mit.

    Der Gesetzesinitiator und St. Petersburger Abgeordnete, Witali Milonow, besteht jedoch darauf, dass sich das Homo-Propaganda-Verbot auch auf die Teilnehmer und Gäste der Spiele erstreckt. Es ist bereits jetzt klar, dass die Winterspiele in Sotschi weltweit unter besonderer Beobachtung stehen werden. Der russische Schwulen-Aktivist Nikolai Alexejew kündigte bereits eine Gay-Parade am Eröffnungstag der Spiele in Sotschi an.

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