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    Forscher der Universität Cambridge haben eine Untersuchung zu den wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels veröffentlicht, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Dienstag.

    Forscher der Universität Cambridge haben eine  Untersuchung zu den wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels veröffentlicht, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Dienstag.

    Der Schaden für die Weltwirtschaft wird auf 60 Billionen Dollar geschätzt. Besonders gefährdet ist Russland, dessen Territorium zu zwei Dritteln aus Permafrostböden besteht.

    Die hinter dem Polarkreis liegende Stadt Dudinka (Region Krasnojarsk) könnte in den nächsten Jahren im Schlamm versinken. Bei ungewöhnlichen Sommertemperaturen von bis zu 30 Grad schmilzt der Permafrostboden weg.
    Laut Forschern aus Jakutsk tauen die Permafrostböden im Norden und Nordosten Russlands auf. 69 Prozent des russischen Territoriums macht die Permafrostzone aus. Die Dauerfrostböden tauen bis zu einer Tiefe von 3,5 Metern auf. Der Norden Russlands verwandelt sich allmählich in einen Sumpf.

    Experten sind sich einig, dass die globale Erwärmung nicht zu stoppen ist. Laut einem Bericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) soll sich das Klima in den nächsten 20 Jahren auch ohne die gefährliche Entstehung von Treibhausgasen erwärmen. Das Verschwinden der Ozonschicht könnte den Forschern zufolge durch die Entwicklung neuer umweltschonender Technologien aufgehalten werden.

    Laut der Umweltschützerin Natalja Rjasanowa tauen die Permafrostböden im Norden des Landes bereits seit mehr als 60 Jahren auf. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Permafrostschicht um einen Meter gesunken.

    Laut Wladislaw Bolow vom russischen Zivilschutzministerium könnten die Permafrostgebiete in den kommenden 25 Jahren um zehn bis 18 Prozent und bis 2050 um 30 Prozent schrumpfen. Straßen und Bahnstrecken in diesen Regionen laufen deshalb Gefahr, vom Boden verschluckt zu werden.

    Bereits jetzt seien 40 Prozent der Infrastrukturobjekte auf Permafrostböden baufällig, so der WWF-Chef in Russland, Igor Tschestin.
    Neben den wirtschaftlichen Folgen drohen auch gesundheitliche. Wie die Klimaforscherin Natalja Rjasanowa sagte, stellen einige organische Reste, die 4000 bis 5000 Jahre eingefroren waren, eine Gefahr dar.

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