19:16 07 Dezember 2016
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    Syrien: Islamisten richten Massaker unter Kurden an

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    Islamistische Kämpfer haben am Montag 450 kurdische Zivilisten – hauptsächlich Kinder, Frauen und Alte – im Nordosten Syriens ermordet, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Islamistische Kämpfer haben am Montag 450 kurdische Zivilisten – hauptsächlich Kinder, Frauen und Alte – im Nordosten Syriens ermordet, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Laut den Radikalbewegungen „Jabhat al-Nusra“ und „Islamischer Staat von Irak und Levante“ handelt es sich bei dem Massaker um einen Vergeltungsakt.

    Im Nordosten des Landes wehren sich die Kurden gegen die Angriffe von Extremisten. Bereits zu Beginn des Syrien-Konflikts hatten die Kurden einen Machtsturz des Präsidenten Baschar al-Assad abgelehnt. Zwischen Assad und den syrischen Kurden soll es angeblich eine Abmachung geben. Demnach sollen sich die Kurden selbst verteidigen dürfen, während sich die Assad-Truppen von ihren Gebieten fernhalten. Auf diese Weise konnte sich die syrische Regierungsarmee auf den Kampf gegen die Aufständischen in anderen Regionen konzentrieren.

    Mitte Juli tauchten erstmals sunnitische Extremisten in der kurdischen Region auf. Unweit der Grenzorte Ras al-Ain und Tel-Abyad nahmen Kurden den aus Tschetschenien stammenden islamistischen Feldkommandeur Abu Musaab als Geisel. Die Radikalen antworteten mit der Geiselnahme von 500 Kurden und mit Hinrichtungen. Obwohl der tschetschenische Feldkommandeur freigelassen wurde, werden 200 Kurden weiter als „menschliches Schutzschild“ benutzt. Die Kurden machten mobil gegen die Islamisten. Daraufhin richteten die Islamisten die Geiseln hin.

    Gleichzeitig kämpften sich die Extremisten in die alawitische Provinz Latakia vor, um Teile der  Assad-Truppen von ihrer Offensive auf Aleppo und Homs abzulenken. Wie mehrere Medien berichteten, nahmen die Islamisten in drei Dörfern knapp 400 Menschen als Geiseln.

    „Fortschritte bleiben aus, solange der Terrorismus nicht besiegt ist“, sagte Präsident Assad am Montag. Vereinbarungen mit Terroristen seien ausgeschlossen. Der Konflikt werde auf dem Schlachtfeld entscheiden, so Assad.

    Der syrische Machthaber rief seine Anhänger auf, den Terroristen Widerstand zu leisten: „Sollten wir den Bürgerkrieg gewinnen, ist die Krise in Syrien in wenigen Monaten vorbei.“

     

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