07:46 14 November 2018
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    Syrische Rebellen kämpfen mit Waffen aus dem Sudan

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Die syrischen Aufständischen verfügen offenbar über chinesische Waffen, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch unter Berufung auf Informationen der „New York Times“.

    Die syrischen Aufständischen verfügen offenbar über chinesische Waffen, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch unter Berufung auf Informationen der „New York Times“.

    Katar soll vom Sudan unter anderem in China produzierte Waffen erhalten und diese mit ukrainischen Flugzeugen über die Türkei an die Assad-Gegner geliefert haben. Dabei soll es sich unter anderem um mobile Abwehrraketen sowie Schusswaffen samt Munition handeln.

    Die Situation ist umso heikler, weil Waffenlieferungen in den Sudan verboten sind. Dennoch pflegt der Sudan intensive militärtechnische Kontakte mit China und dem Iran, ein Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Dem Sudan droht Ärger aus Iran und China, weil er die gelieferten Waffen unerlaubt an die Rebellen in Syrien weiterverkauft hat, so die „New York Times“.

    Sollten sich die Behauptungen in dem „New York Times“-Bericht als wahr herausstellen, verlängert sich die Liste der Konfliktgebiete, die vom Sudan mit Waffen versorgt werden. So wurden vom Sudan exportierte Waffen und Munition bereits in Somalia, Tschad, Kenia, Guinea, Mali und der Elfenbeinküste eingesetzt. Auch die libyschen Rebellen erhielten 2011 Waffen aus dem Sudan.

    Ein Sprecher des sudanischen Präsidenten Omar al-Baschir widersprach jedoch dem Vorwurf, die syrischen Rebellen mit Waffen zu beliefern. Aus dem sudanischen Verteidigungsministerium hieß es: „Wir sind nicht an der Unterstützung von Gruppierungen in Syrien interessiert, zumal absolut unklar ist, wie die Kriegshandlungen enden.“ Die in Syrien eingesetzten Waffen könnten aus Libyen stammen. US-Medien verweisen aber darauf, dass im Sudan hergestellte Waffen mit dem Baujahr 2012 unmöglich aus Libyen kommen können, weil Muammar al-Gaddafi im Oktober 2011 gestürzt worden sei.

    Auch Katar bestreitet, etwas mit Waffenlieferungen aus dem Sudan nach Syrien zu tun zu haben. Die „New York Times“ behauptet jedoch, Doha zahle viel Geld, ohne „unnötige“ Fragen zu stellen. Katar gilt neben Saudi-Arabien als der wichtigste Unterstützer der Assad-Gegner.

    Mit den Waffen werden offenbar sowohl die gemäßigte Opposition (Nationale Koalition der Revolutions- und Oppositionskräfte, Freie Syrische Armee) als auch  radikale Islamisten versorgt.

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