19:17 07 Dezember 2016
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    Syrische Rebellen bekennen sich zu Giftgasanschlag

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    C-Waffen in Syrien (596)
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    Die syrische Opposition hat bei Ghuta nahe Damaskus Chemiewaffen angewendet, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag und bezieht sich dabei auf die Online-Nachrichtenagentur Mint Press News.

    Die syrische Opposition hat bei Ghuta nahe Damaskus Chemiewaffen angewendet, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag und bezieht sich dabei auf die Online-Nachrichtenagentur Mint Press News.

    Mint Press News beruft sich auf Quellen in syrischen Oppositionskreisen.

    Der Westen neigt weiter zu einem Militäreinsatz, weil der syrische Präsident Baschar al-Assad Giftgas eingesetzt haben soll.

    Laut Mint Press News haben die Rebellen die Chemiewaffen vom saudischen Prinzen Bandar bin Sultan erhalten, der für die Versorgung der mit dem Terrornetzwerk al-Qaida verbundenen Rebellen zuständig ist.

    Reporter von Mint Press News trafen sich mit Rebellen, Ärzten und Einwohnern von Ghuta, die sich am 21. August in der Stadt aufgehalten hatten. Damals kamen insgesamt 355 Menschen ums Leben.

    „Mein Sohn kam vor zwei Wochen nach Hause und fragte, was ich von den Waffen denke, die er transportieren sollte“, sagte Abu Abdel-Moneim, Vater eines gestorbenen Oppositionellen. Sein Sohn sei bei einer Explosion in einem Tunnel ums Leben gekommen, in dem Chemiewaffen gelagert werden.

    „Wir waren sehr neugierig“, sagte ein Kämpfer aus Ghuta. „Leider haben mehrere Männer die Waffen falsch angewendet und sind gestorben.“

    „Uns wurde nicht gesagt, was das für Waffen waren und wie wir damit umgehen sollten“, sagte eine andere Kämpferin. „Wir wussten nicht, dass das Chemiewaffen waren.“

    Dutzende Rebellen gaben zu, dass sie von der saudi-arabischen Regierung nicht nur Waffen bekommen, sondern auch bezahlt werden.

    Die UN-Experten untersuchen derweil die in Syrien gesammelten Daten. Das Ziel ist es, zu beweisen, dass Chemiewaffen tatsächlich eingesetzt wurden. Die Ergebnisse der Untersuchung werden in drei Wochen erwartet.

    In Washington wartet man allerdings nicht darauf. Das Weiße Haus hat eine Kampagne gestartet, um die Bürger und den Kongress von der Notwendigkeit zu überzeugen, Assad einen Militärschlag zu versetzen. Die Amerikaner haben jedoch keine Lust, in einen weiteren Krieg zu ziehen. Auch die Kongressmitglieder sind skeptisch: In beiden Parteien bezweifeln viele die Initiative von Präsident Barack Obama. Der US-Präsident forderte gestern den Kongress auf, der Militäraktion gegen Assad zuzustimmen.

    Heute stehen Obama mehrere Gespräche mit einflussreichen Mitgliedern beider Kongresshäuser bevor. Viele Abgeordnete mussten ihren Urlaub unterbrechen.

    US-Außenminister John Kerry behauptete, dass US-Experten Moskau Beweise vorgelegt hätten, dass Chemiewaffen eingesetzt worden seien. Sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow nannte sie jedoch kaum überzeugend. „Es gab keine Fakten. Besprochen wurde nur das, was wir ohnehin wissen. Wenn wir aber klarere Beweise verlangen, bekommen wir jedes Mal zu hören, es würde sich um vertrauliche Informationen handeln, die uns nicht gezeigt werden können. Das bedeutet aber, dass es keine solchen Fakten gibt“, so der Chefdiplomat.

    Inzwischen hat die amerikanische Marine ein weiteres Schiff ins östliche Mittelmeer geschickt. Das Kriegsschiff der San-Antonio-Klasse habe den Suezkanal durchfahren und sei zu den fünf Zerstörern gestoßen, die sich bereits im Mittelmeer aufhalten.

     

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