22:37 15 November 2018
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    Atom-Kreuzer Pjotr Weliki (Peter der Große)

    Russlands Militär kehrt in die Arktis zurück

    © RIA Novosti . Elexsey Danichew
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    Russland erschließt Arktis (171)
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    Im Ringen um die Bodenschätze baut Russland seine Präsenz in der Arktis aus, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Im Ringen um die Bodenschätze baut Russland seine Präsenz in der Arktis aus, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Auf Kotelny, der größten der Neusibirischen Inseln, soll ein Militärflugplatz wiederaufgebaut werden. Am 12. September erreichte ein großer Schiffsverband die Insel, darunter der schwere Atomraketenkreuzer „Pjotr Weliki“ und mehrere große Landungsschiffe, mehrere Tankschiffe. Drei Atomeisbrecher („Jamal“, „50 Let Pobedy“ und „Waigatsch“) eskortierten die Schiffe zu der Insel.

    Vizeverteidigungsminister Arkadi Bachin teilte auf Kotelny mit, dass Putin beauftragt habe, die Präsenz der russischen Marine in strategisch wichtigen Arktisgebieten auszubauen. Das Ziel sei, den Status Russlands als Großmacht in der Arktis zu behalten sowie die Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen zu verteidigen.

    Diese Aufgabe ist zweifelsohne sehr ambitioniert, aber auch notwendig, wenn man bedenkt, dass viele Länder in der Arktis Ansprüche stellen – darunter selbst Länder wie China, Indien, Brasilien oder der Iran, die Tausende Kilometer von dieser Region entfernt liegen.

    Um der Welt zu demonstrieren, wem die Nordostpassage gehört, wird Russland die lange Zeit vernachlässigten See- und Flughäfen im Hohen Norden wiederaufbauen.

    Laut dem Verteidigungsministerium wurden mit Hubschraubern und Schiffen mehrere Erkundungsgruppen sowie Anlagen für den Wiederaufbau der Start- und Landebahn auf die Insel gebracht. Demnächst werden Mehrzweckfahrzeuge, Bulldozer, Schneemobile und anderes Gerät auf die Insel gebracht. In absehbarer Zeit sollen mehrere (voraussichtlich 13) Blockhäuser entstehen, in denen das Personal des neuen Stützpunktes leben und arbeiten wird.

    Der Flugplatz auf Kotelny soll nicht nur für Hubschrauber, sondern auch für Frachtflugzeuge von der relativ leichten An-12 und An-24 bis zu schweren An-72 und Il-76 geeignet sein.

    „Wir sind in dieses Arktisgebiet gekommen oder besser gesagt zurückgekehrt, und zwar für immer und ewig“, sagte General Bachin. „Vor uns stehen schwere Aufgaben, aber wir werden sie unbedingt erfüllen. (…) Das Verteidigungsministerium wird die Aufgabe zur ständigen Militärpräsenz in der Arktis vollwertig erfüllen, um den Zugang zu den Ressourcen in dieser Region zu garantieren.“

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